Großwardein – Angesichts der näher rückenden Fristen für die aus dem rumänischen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) finanzierten Projekte hat Präfekt Marcel Dragoș die Bürgermeister des Kreises Bihor sowie Vertreter des Kreisrats zu einer Arbeitsbesprechung eingeladen. Ziel war es, den Stand der Bauarbeiten zu bewerten und die notwendigen Schritte für die fristgerechte Abnahme der Projekte zu beschleunigen.
An der Sitzung nahmen außerdem Simion Borș, Leiter des Kreisbauinspektorats Bihor, sowie Flavius Bîtea, Direktor der Regionalniederlassung Großwardein/Oradea des Stromnetzbetreibers Distribu]ie Energie Electrică România, teil.
Im Mittelpunkt standen technische Fragen sowie die rasche Einreichung vollständiger Bauunterlagen, damit die Abnahmeverfahren rechtzeitig eingeleitet werden können. Hintergrund sind die knappen Fristen bis zum Ende des PNRR-Förderzeitraums.
Um eine Überlastung des Kreisbauinspektorats zu vermeiden, wurde vorgeschlagen, feste Zeitpläne für die Bauabnahmen zu erstellen. Gleichzeitig wurden die Kommunen aufgefordert, vollständige und fehlerfreie Dokumentationen einzureichen.
Besprochen wurde zudem eine neue Regelung des Entwicklungsministeriums: Demnach können bis Ende Juli auch Projekte abgenommen werden, bei denen alle wesentlichen Arbeiten abgeschlossen sind und die bereits genutzt werden können.
Noch ausstehende Nebenarbeiten oder endgültige Anschlüsse an die Versorgungsnetze dürfen anschließend innerhalb von vier Monaten oder gegebenenfalls auch später fertiggestellt werden.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Arbeiten des regionalen Stromnetzbetreibers. Vorgestellt wurden laufende Genehmigungsverfahren für neue Projekte sowie saisonale Instandhaltungsmaßnahmen an Mittel- und Hochspannungsleitungen. Dazu gehört insbesondere der Rückschnitt von Vegetation entlang der Leitungen, der in Zusammenarbeit mit den Kommunen und der Präfektur Bihor erfolgt.
Präfekt Marcel Dragoș machte deutlich, dass weitere Verzögerungen nicht akzeptabel seien: „Die Zeit für den Abschluss der PNRR-Projekte ist knapp. Wir dürfen keine europäischen Fördermittel wegen Verzögerungen verlieren.“ Er forderte die Bürgermeister auf, die Bauarbeiten mit Nachdruck voranzutreiben. Die Präfektur werde die Kommunen weiterhin bei Genehmigungen und der Zusammenarbeit zwischen den Behörden unterstützen. „Die Entwicklung des Kreises Bihor hängt davon ab, dass diese Investitionen fristgerecht abgeschlossen werden“, betonte Dragoș.




