Lange erwartete Modernisierung des Vasile-Lucaciu-Parks gestartet

Sathmar – Mit dem Beginn der Bauarbeiten im Vasile-Lucaciu-Park in Sathmar/Satu Mare hat eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der vergangenen Jahrzehnte offiziell begonnen. Nachdem das ausführende Unternehmen das Gelände abgesperrt hatte, wurden bereits die ersten praktischen Maßnahmen eingeleitet. Besonders auffällig ist derzeit der Schutz der im Park befindlichen Statuen und Denkmäler: Diese wurden vollständig mit OSB-Platten verkleidet, um sie während der Bauarbeiten vor Schäden und Staub zu bewahren.

Die aktuelle Phase markiert einen wichtigen Meilenstein des groß angelegten Projekts, dessen Ausführungsvertrag bereits im April von Bürgermeister Gábor Kereskényi unterzeichnet worden war. Die Investition im Wert von mehr als 17 Millionen Lei wird mit Mitteln der Europäischen Union finanziert, die über die Nordwestliche Regionale Entwicklungsagentur bereitgestellt werden. Das Vorhaben gilt als eines der sichtbarsten und wichtigsten Elemente der nachhaltigen Entwicklungsstrategie der Stadt.

Nach Angaben des Bürgermeisteramtes besteht das Hauptziel darin, den Park in einen modernen urbanen Raum des 21. Jahrhunderts zu verwandeln. In den vergangenen vierzig Jahren hatte es dort keine grundlegende Modernisierung gegeben. Entsprechend stark waren die Spuren des Verfalls: beschädigte Wege, ein energieintensives Beleuchtungssystem sowie ein Brunnen mit erheblichem Wasserverlust prägten zuletzt das Bild der Anlage.

Im Zuge der nun gestarteten Rekonstruktion werden sowohl die Grünflächen als auch das Wegenetz grundlegend erneuert. Auf einer Fläche von fast 15.000 Quadratmetern entstehen neue und erweiterte Fußwege mit Natursteinbelag, während sämtliche Rand-steine ersetzt werden. Parallel dazu werden auf rund 9800 Quadratmetern die Grünanlagen revitalisiert. Entlang der Hauptwege sollen dekorative Zierbäume gepflanzt werden, zudem wird der gesamte Park mit einem automatischen Bewässerungssystem ausgestattet, damit die Vegetation auch während der Sommerhitze erhalten bleibt.

Das Projekt orientiert sich an den Grundwerten des „Neuen Europäischen Bauhauses“, weshalb bei der Planung besonderer Wert auf Ästhetik und den Schutz des historischen Erbes gelegt wurde. Geplant sind unter anderem die Reinigung der bestehenden Denkmäler sowie die Restaurierung ihrer Sockel. Die erneuerten Stützmauern erhalten einen schlichten weißen Verputz. Darüber hinaus wurde das landschaftsarchitektonische Konzept so ausgearbeitet, dass die umliegenden Gebäude und Zugangswege stärker hervorgehoben werden.

Auch in Bezug auf Komfort, Sicherheit und technische Ausstattung soll der Park modernen Anforderungen entsprechen. Besucher dürfen sich künftig auf zeitgemäße Außenmöbel freuen, darunter intelligente Sitzbänke und Bänke mit Metall-Holz-Konstruktionen. Hinzu kommen vier Trinkbrunnen, automatische öffentliche Toiletten sowie Spender für Hundekotbeutel. Für ältere Besucher werden eigens Ruhebereiche mit Schachtischen eingerichtet.

Darüber hinaus erhält der gesamte Park eine flächen-deckende WLAN-Versorgung, die sowohl Freizeit- als auch Bildungsaktivitäten unterstützen soll. Für mehr Sicherheit sorgen ein neues energiesparendes LED-Beleuchtungssystem sowie Überwachungskameras. Die Behörden erwarten dadurch eine Verringerung von Unfällen nach Einbruch der Dunkelheit sowie einen Rückgang von Kriminalität und Vandalismus in der Umgebung. Im Sinne der Barrierefreiheit werden außerdem Rampen errichtet, damit auch ältere Menschen und Personen mit eingeschränkter Mobilität den Park problemlos nutzen können.