Sathmar- Dank des Vereins „Caiac SMile“ aus Sathmar/Satu Mare haben erstmals fünf Sportler mit Behinderung am traditionsreichen Apuseni-Marathon teilgenommen. Damit schrieb der älteste Bergmarathon Rumäniens ein Stück Sportgeschichte.
Die fünf Teilnehmer bewältigten die anspruchsvolle Strecke „NO LIMITS“ mit einer Länge von zehn Kilometern und mehr als 500 Höhenmetern. Die Route führte über steile Anstiege, technische Abfahrten und schwierige Waldabschnitte – ein Terrain, das selbst erfahrenen Läufern alles abverlangt. Vier der Sportler nahmen im Rollstuhl teil, der fünfte Teilnehmer ist blind.
Zu den Athleten gehörten Ioana Pleș, Alexandru Diaconu, Alex Tache, Daniel Briceag und Alex Benchea. Gemeinsam erreichten sie das Ziel und setzten damit ein starkes Zeichen für Inklusion und die Überwindung von Grenzen im Sport.
Für Alex Tache war es bereits die zweite Teilnahme am Apuseni-Marathon. Bereits vor einem Jahr schrieb er gemeinsam mit Ionuț Stancovici, dem Vorsitzenden des Vereins „Caiac SMile“, Geschichte: Damals wurde er zum ersten Menschen mit motorischer Behinderung, der in Rumänien an einem Bergmarathon teilnahm. In diesem Jahr kehrte er nicht allein zurück, sondern gemeinsam mit einem ganzen Team.
Hinter der Teilnahme stehen jahrelanges Training sowie speziell angepasste Ausrüstungen, die Fahrten durch unwegsames Gelände überhaupt erst ermöglichen. Für die Sportler stand dabei nicht die Platzierung im Vordergrund, sondern der Beweis, dass auch vermeintlich unpassierbare Wege bewältigt werden können.
„Wir gehen nicht davon aus, was ein Mensch nicht kann, sondern davon, was er tun möchte. Von dort aus suchen wir nach einer Lösung: andere Ausrüstung, eine andere Route, eine andere Art, ans Ziel zu gelangen“, erklärte Ionuț Stancovici.
Nach dem Erfolg in den Apuseni setzt das Team von „Caiac SMile“ seine Sommeraktivitäten fort. Geplant sind weitere inklusive Abenteuer in der Bukowina, auf den Routen des Retezat-Gebirges sowie an der rumänischen Schwarzmeerküste.





