Professionelle Cannabis-Pflanzung aufgeflogen

Berzovia – Im Weichbild der Gemeinde Berzovia bei Bokschan wurde vergangene Woche eine illegale Cannabis-Pflanzung identifiziert, worauf bei den fünf Betreibern Hausdurchsuchungen stattfanden, gegen die die DIICOT-Staatsanwälte Anklage wegen Handel mit Hochrisikodrogen erhoben.

Die Polizisten der Polizei-Dienststelle zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus (DIICOT) beim Kreisinspektorat der Polizei Karasch-Severin haben gemeinsam mit der Gendarmerie und unter Führung eines DIICOT-Staatsanwalts bei den fünf Betreibern – im Alter zwischen 19 und 53 Jahren – auf dem Gebiet des Landeskreises Karasch-Severin Hausdurchsuchungen durchgeführt und vorverpackte Mengen Cannabis sichergestellt, das offensichtlich für den Drogenmarkt im Banater Bergland bestimmt war.

Aus den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft geht hervor, dass die fünf Verdächtigten im Lauf dieses Jahres auf einem umwaldeten Feld (Sichtschutz, zudem befindet sich das Cannabis-Feld auch weit weg von Verkehrswegen), das zur Gemeinde Berzovia gehört (die Gemeinde befindet sich an der Stelle des römischen Castrums Berzobis – daher der heutige Name, früher hieß die Gemeinde Jidovin, weil sie von zahlreichen Ackerbau und Handel betreibenden Juden bewohnt war), eine hochprofessionell angelegte Cannabispflanzung angelegt und laufend gepflegt hatten, wozu sie das Saatgut per Fernhandel (über eine Online-Plattform) aus Spanien erworben hatten.

Gepflegt und periodisch abgeerntet wurde die Pflanzung von den fünf „Assoziierten“ reihum, wobei die Professionalität der Anlage und ihre technische Ausstattung Instandhaltung und Pflege der Pflanzen erleichterte und deren Entwicklung – so die Staatsanwaltschaft in ihren bisherigen Erkenntnissen – förderte, wobei die Pflegearbeiten nicht mehr als jeweils eine Person erforderten. Über konkrete Maßnahmen der DIICOT-Staatsanwaltschaft gegen die fünf Verdächtigten ist bisher nichts Weiteres bekanntgegeben worden. Die staatsanwältliche Untersuchung – vor allem zum Absatzsystem der Droge – laufen noch.