Reschitza – Der Bürgermeister von Reschitza, Ioan Popa (PNL), hat am vergangenen Wochenende seine engsten Mitarbeiter, deren Auftrag es war und ist, Investitionsgelder zu akquirieren, zusammengetrommelt und die Medien eingeladen zu einer kurzen Feierstunde: Reschitza meldet den Abschluss sämtlicher 14 Projekte, die mittels EU-Finanzierung über das nationale PNRR-Programm gelaufen sind! Sein stolzes, kurzgefasstes Fazit: „Bilanz zur Beendigung von PNRR – Reschitza schließt sämtliche 14 durch dieses Programm finanzierte Projekte erfolgreich ab!“ Reschitza konnte weitere 213 Millionen Lei in die Um- und Neugestaltung der alten Industriestadt investieren.
Ioan Popa dankte wärmstens seinen engsten Mitarbeitern, die er konsequent als „Kollegen“ bezeichnet und die an der Umsetzung dieser 14 Projekte beteiligt waren . Wörtlich: es sei ihnen gelungen, „in einer extrem komplizierten Periode“ und „unter extremem Zeitdruck“ die fremdfinanzierten Ausführungsverträge der Projekte zu gutem Ende zu führen. Die PNRR-Finanzmittel seien „in konkrete Investitionen für das Munizipium Reschitza umgesetzt“ worden: „Es ist uns gemeinsam gelungen, die sich aus dem Wiederaufbau- und Resilienzplan (PNRR) ergebenden Chancen in konkrete Investitionen umzuwandeln: Sozialwohnungen, umweltfreundlicher Nahverkehr, Wärmedämmung von Wohnblocks, Infrastruktur für strombasierte Mobilität, umsichtigere Abfallverwertung, Ausbau der schulischen Infrastruktur, urbanistische Planungsvorhaben und Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen.“
Gekauft wurden u.a. 14 elektrisch angetriebene Nahverkehrsbusse, installiert wurden 45 Ladestationen für E-Verkehrsmittel (an 36 Stellen, verstreut über die gesamte Stadt), entstanden sind zwei Abfallsammelstellen, die von allen Bürgern kostenfrei genutzt werden können. Mit PNRR-Geld erneuerte und aktualisierte Reschitza seinen Allgemeinen Bebauungsplan für die Zeitspanne 2026-2036 – faktisch die baulichen Perspektiven oder die urbanistische Entwicklung der Stadt in den kommenden zehn Jahren.
Im Lauf der etwas mehr als zehn Jahre, seit Ioan Popa mit überwältigenden Mehrheiten dreimal von den Reschitzaern zu ihrem Stadtoberhaupt gewählt wurde, hat er sämtliche Schulen der Stadt grundlegend sanieren lassen. Mit den jetzigen PNRR-Geldern ist weiterhin in die Infrastruktur der Schulen investiert worden, vor allem in Digitalisierung.
Bezüglich des innerstädtischen Verkehrs – insbe-sondere der Überbelastung der Stadtstraßen durch übergewichtige Fahrzeuge, vor allem Forst- und Schrotttransporter auf dem Weg zum E-Stahlwerk – hat die Stadt mittels PNRR das Waagesystem WIM eingeführt. Dieses wiegt die Fahrzeuge während der Fahrt und ermöglicht eine Verkehrsüberwachung in Echtzeit. Nicht zuletzt unterstrich Popa einmal mehr den Nutzen der Wärmedämmung: „Die Bewohner haben mehr Komfort für weniger Kosten, die Stadt wird schöner, weil frisch gestrichene Wohnblocks natürlich besser aussehen als die zuvor verrußten, von Algen und Moos überzogenen Fassaden.“
Sein Schlusssatz an seine Mitarbeiter bei den PNRR-Projekten: „Ich bin stolz auf Euch alle! Wir machen weiter! Gemeinsam!“
