Schulische Sicherheit mit Lücken

Eine Lageübersicht zum Schuljahresbeginn im Banater Bergland aus der Perspektive der Kreispolizei

Reschitza – Zur Propaganda in eigener Sache war der Zeitpunkt mit Bestimmtheit richtig gewählt: am letzten Ferientag. Zur Lösung des Problems, auf das die Öffentlichkeit hingewiesen werden sollte, war der Zeitpunkt um mindestens einen Monat verpasst worden: Die Kreispolizei Karasch-Severin (IPJCS) hatte am vergangenen Freitag zu einer Pressekonferenz geladen, um ihre Sicht auf den Beginn des Schuljahrs 2026-2027 im Banater Bergland – zumindest in den Bereichen, in denen sie Verantwortlichkeiten wahrzunehmen hat – bekanntzugeben.

Thema war der Zustand der Schulen des Banater Berglands vom Standpunkt der Sicherheit – ganz allgemein. Hauptinspekteurin Alina-Mihaela Olteanu, die Leiterin der Dienststelle Schulische Sicherheit („Siguranța școlară“) stellte den Maßnahmenkatalog vor, mit dessen Erfüllung die Polizei die Leitung der Kommunen und die Schulleitungen beauftragt hat, um „Vor- und Zwischenfälle“ zu vermeiden, um in den Schulen den Sicherheitsgrad – im Unterrichtswesen und unter dessen Teilnehmern – zu erhöhen, aber auch im Umfeld der Schulen. Im eben angebrochenen Schuljahr gibt es im Banater Bergland, laut Polizei, 390 Schulen des voruniversitären Systems, von denen 118 Rechtspersonen sind. Rund zwei Drittel dieser Schulen befinden sich im ländlichen Raum. Zwei Schulgebäude befinden sich nicht im schulischen Betrieb, da sie noch (weiter) renoviert werden müssen. In 19 weiteren Schulen wird der Betrieb intensiver gestaltet werden müssen, weil sie Schüler von anderen 19 Schulen aufnehmen müssen, wo ebenfalls noch renoviert werden muss. Letztendlich, so Hauptinspekteurin Olteanu, verantworte ihre Dienststelle für 353 Schulen, für weitere 22 Schulen sei die Ortspolizei zuständig und für 13 die Gendarmerie.

Gestern, am ersten Schultag, waren 150 Polizisten zu den Schuljahreseröffnungen abkommandiert worden – überall, wo diese in feierlichem Rahmen stattgefunden haben. Zudem habe die Verkehrspolizei für Ordnung gesorgt an den hauptsächlichen Straßenübergängen, die zu Schulen führen. Mit den mehr als 100 Schulbussen, die im Bana-ter Bergland auf Kosten der Kommunen im Einsatz sind, gäbe es einige Probleme. Kommissar Stelian-Ion Cornea, der Chef der Verkehrspolizei des IJPCS, gab bekannt: „Ja, wir haben eine Reihe von Mängeln in der Wartung und im allgemeinen technischen Zustand der Schulbusse entdeckt. Den Gemeinden und den Schulleitungen wurde aufgetragen, diese noch vor Beginn des neuen Schuljahrs zu beheben. Ab Montag werden alle 107 Schulbusse des Banater Berglands im Verkehr von uns, mit Unterstützung spezialisierter Firmen, nochmals überprüft. Das werden wir mindestens in den kommenden zwei Wochen täglich (auch stichprobenweise) so halten.

Denn etwa jeder fünfte Schulbus muss in die Werkstatt wegen Mängeln. Zudem appelliere ich an alle Fahrer der Schulbusse, peinlichst drauf zu achten, dass alle Schulkinder, die von ihnen gefahren werden, sich vor Fahrtbeginn die Sicherheitsgurte anlegen!“ Dafür haften die Fahrer oder sie riskieren, widrigenfalls, Geldstrafen und 3-5 Strafpunkte.

Bezüglich der Wachdienste in den Schulen äußerte sich Hauptinspekteurin Cătălina Subțirelu, Fachoffizier in der Abteilung Öffentliche Ordnung: „Von den insgesamt 388 Schulen dieses Schuljahrs haben 312 minimale Sicherheitseinrichtungen installiert. Das sind um vier mehr als vor einem Jahr. 275 dieser Schulen haben ausschließlich technische Einrichtungen zur schulinternen Sicherheit: grundsätzlich Alarmanlagen gegen Einbrüche, 76 haben keinerlei Wachdienst, aber auch keine Video-Überwachungsanlage. Praktisch jede fünfte Schule ist in dieser Situation.“