Kronstadt - In der Regel brüsten sich die Behörden mit Daten und Fakten, die den erfolgreichen Abschluss von Investitionen, Sanierungsarbeiten usw. belegen. In Kronstadt/Brașov kam es nun anders. Der zuständige Ressortleiter im Kreisrat Kronstadt für Reparatur der als Kreisstraßen ausgewiesenen (drumuri județene) Verkehrswege, Nicolae Blaga, musste zugeben, dass ursprünglich vorgesehene Straßenausbesserungsarbeiten nun nicht mehr zustandekommen. Es geht um folgende vier Straßen: DJ 730: DN 73 – Dorf Șirnea (Gemeinde Fundata); DJ 130 B: Părău – Grid – Perșani; Dumbrăvița – Satu Nou und DJ 101 Rosenau/Râșnov – Militäreinheit im Glăjăriei-Tal. Der Grund soll die Umwidmung der vorgesehenen Finanzierung von Straßenreparaturen zugunsten der Krankenhäuser sein. Blaga sagte, der Entschluss sei in Bukarest, in den Kabinetten der Regierung gefasst und vorläufig nur telefonisch weitergeleitet worden.
Fürs laufende Jahr habe der Kreis Kronstadt beim Kapitel Straßenverkehr 6,4 Millionen Lei zugewiesen bekommen. Davon sind bereits drei Millionen für Schneeräumung aufgebraucht. Für größere Investitionen, wie die genannten Ausbesserungsarbeiten, fehle einfach das Geld, entschuldigt sich Blaga. Vor allem in Șirnea ist die Empörung der Bevölkerung groß. Die Ortschaft, die als „touristisches Dorf“ geführt wird, wird in letzter Zeit von weniger Touristen besucht, vor allem seit unter den Pkw-Fahrern bekannt ist, dass die rund fünf Kilometer lange Verbindung von der Nationalstraße Kronstadt – Pitești voller Schlaglöcher ist. Die Ortseinwohner klagen ebenfalls über die Straße, die ihre Wagen ruiniert und sind enttäuscht, dass alle bisherigen Versprechungen des Kreisrats bloß leere Worte waren.
