Tschanad – Die Veranstaltungsreihe „Tage des Hl. Gerhard – Tschanad 2026“ steht im Zeichen von 997 Jahren seit der Gründung des Bistums Tschanad und erinnert an die historische und geistliche Bedeutung des Ortes. Der Kulturverein Pusta organisiert diese gemeinsam mit dem Römisch-Katholischen Bistum, der Philharmonie „Banatul“ in Temeswar, dem Eufonia-Festival, dem Demokratischen Forum der Deutschen im Banat – Zweigstelle Tschanad und weiteren Projektpartnern.
Den Auftakt bildet am 16. September um 19 Uhr das Konzert „Colours of Sound“ aus der Reihe Eufonia Festival | ON THE ROAD. Die Konzertreihe bringt Kammermusik an unterschiedliche Orte und will den Dialog zwischen Künstlern, Repertoire und Publikum fördern. In Tschanad treten der Geiger Vlad Popescu, die Cellistin Kaori Yamagami und der Bratschist Florian Peelman auf. Popescu ist seit 2018 künstlerischer Leiter des Eufonia-Festivals und Gründungsmitglied des Furiant Quartet. Yamagami ist Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, Peelman unterrichtet Bratsche an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Auf dem Programm stehen Alyssa Weinbergs „This is the color of my dreams“, Beethovens Streichtrio op. 9 Nr. 3 in c-Moll, Werke aus György Kurtágs „Signs, Games and Messages“ sowie die Serenade für Streichtrio op. 10 in C-Dur von Ernö Dohnányi. Veranstaltet wird das Konzert vom Eufonia- Festival und der Philharmonie „Banatul“ Temeswar in Partnerschaft mit dem Kulturverein Pusta. Der Eintritt ist nur mit Eintrittskarte oder Einladung möglich.
Am 24. September um 11 Uhr folgt ein feierliches Pontifikalamt zu Ehren des heiligen Gerhard, anlässlich des Patroziniums dieses Gotteshauses und der Diözesanwallfahrt. Hauptzelebrant ist der Temeswarer Diözesanbischof Josef Csaba Pál, die Predigt hält Domherr Nikola Lauš, Direktor der Diözesankanzlei. Die alte Diözese Tschanad, wurde 1030 durch den Hl. Stephanus, König von Ungarn, gegründet. Ihr erster Bischof war der Hl. Märtyrer Gerhard, Benediktinermönch, der 1046 von heidnischen Aufständischen getötet wurde. Somit ist der Gerhard der Schutzheilige des Bistums.
Den Abschluss bildet am 26. September die „Kerwei 2026“. Das Kirchweihfest wird mit Tanz, Blasmusik und Trachten gefeiert. Vorgesehen sind schwäbische, ungarische, rumänische, serbische und bulgarische Trachten und Tänze. Das Programm beginnt um 11 Uhr, umfasst eine Trachtenparade, die heilige Messe um 15 Uhr mit anschließender Kranzniederlegung, Tanz- und Folkloredarbietungen und zum Abschluss einen Schwabenball ab 20 Uhr.
Die Tage des Hl. Gerhard verbinden damit Musik, Glauben, Geschichte und die kulturellen Traditionen der örtlichen multikulturell geprägten Gemeinschaft.
