Temeswar – Das Temeswarer Unirea-Kino am Doina-Platz soll für ein Jahr in die Verwaltung des Ungarischen „Csiky Gergely“-Staatstheaters übergehen. Darüber soll der Kommunalrat Temeswar/Timișoara in seiner nächsten Sitzung entscheiden. Das Theater hatte den Antrag Ende April gestellt, um das Gebäude als Proben- und Produktionsstätte zu nutzen und langfristig ein Kulturzentrum für das Viertel zu entwickeln.
Laut der Beschlussvorlage benötigt das Theater einen Saal mit ähnlichen Maßen wie seine Hauptbühne, um Bühnenbilder zu testen und Proben abzuhalten. Zudem zahlt die Institution derzeit rund 2500 Euro monatlich für eine angemietete Probenhalle. Diese Ausgaben könnten durch die Nutzung des ehemaligen Kinos entfallen.
Das Unirea-Kino wurde 2017 im Rahmen eines Protokolls mit RADEF von der Stadt Temeswar übernommen. Im Gegensatz zu den Kinos „Victoria“, „Timiș“, „Studio“ und „Freidorf“ wurde es jedoch nie saniert oder wiedereröffnet; stattdessen nutzte in den vergangenen Jahren die christliche Vereinigung „Speranță și Lumină“, an deren Spitze sich ein PNL-Kreisratsabgeordneter befindet, das Lichtspielhaus.
Bereits zuvor hatte die Stadt das Kino dem Theater per Verfügung vorübergehend für das TESZT-Festival zur Verfügung gestellt. Nach Angaben des Katastrophenschutzamtes war das Gebäude jedoch nicht als Veranstaltungsort mit Publikum registriert. Es ist das zweite Temeswarer Kino, das dem Ungarischen Staatstheater zur Verfügung gestellt wird, nach „Arta“ in der Josefstadt, das sich allerdings in einem fortgeschrittenen Verfallsstadium befindet, berichten Temeswarer Online-Medien.




