Karansebesch/Reschitza – Auf der jüngsten Tagung des Ausschusses für Sozialen Dialog, der von der Präfektur Karasch-Severin mit lobenswerter Regelmäßigkeit einberufen wird, stand eine Aussprache zum Thema der alternativen Straßenumgehung von Karansebesch auf der Tagesordnung, da die im Dezember 2011 fertiggestellte und Ende 2012 (nach „absolut nötigen Reparaturen und Ergänzungsarbeiten“) „endgültig zum Verkehr freigegebene“ bestehende rund zwölf Kilometer lange nördliche Umgehungsstraße (nach knapp dreizehn Jahren seit Inbetriebnahme) einer Generalreparatur unterzogen werden muss.
Das Projekt „Konsolidierung der Umgehungsvariante von Karansebesch zwischen km 0+310 und km 12+073“ kann im Prinzip bloß durch Totalsperrung des Verkehrs umgesetzt werden, weil es voraussetzt, dass nahezu auf der gesamten Strecke der Untergrund der Straße saniert und verfestigt werden muss, was ein Aufreißen der Straße, praktisch den Umbau der Straße voraussetzt. Dazu der Chef des Wartungsdienstes der Nationalstraße DN Karansebesch, Ioan Boba: „Im Gespräch über die provisorische Umgehungsstraße wurden mehrere Varianten angesprochen, aber ich kann keine Entscheidung zu einer von ihnen treffen, bevor die Diskussionen abgeschlossen sind. Das Management der ausgewählten Variante ist Aufgabe der Bauausführer, die Straße durch Karansebesch – wie früher – fällt in den Aufgabenbereich der Stadt und jede Umgehungsvariante braucht auch die Zustimmung der Stadt. Nicht zuletzt steht auch zur Debatte, den Verkehr, trotz Schwierigkeiten und vorprogammierten Staus, auf der in Reparatur befindlichen Straße weiterrollen zu lassen, während die Bauarbeiten durchgeführt werden.“
Laut Boba werden die Entwurfsarbeiten für die Generalreparatur der 12 km Umgehungsstraße Anfang September abgeschlossen sein. Dann könnte man sich unmittelbar an die Arbeit machen, für die 22 Monate (die Arbeiten an den Reißbrettern inklusive) vorgesehen waren. „Arbeit“ meint hier „die komplette Erneuerung der Fundamente der Straße, bis auf 70-80 cm Tiefe, vollkommene Erneuerung der Straßenstruktur mit den drei Asphaltschichten“. Beim Wartungsdienst in Karansebesch geht man davon aus, dass für die zwölf Kilometer zwölf Monate ausreichen. „Aber wir hoffen, dass das Projekt auch rascher abgeschlossen wird.“ Im Aufgabenheft der Ausschreibung stand noch etwas von „Durchführungsdauer 22 Monate, davon vier Monate Entwurfs- und 18 Monate Bauarbeiten“ ...
Zu erneuern sind praktisch 11,763 km Straße mit einer Breite von 10,50 bis 11,50 Meter, die durch Hügelland und eine Flussau führt. Gestartet wurde das Projekt aufgrund einer technischen Expertise aus dem Jahr 2022 (!!), wo von „einer Straße in sehr schlechtem technischen Zustand“ die Rede ist, deren „Nutzungsdauer überschritten“ sei – und das ganze zehn Jahre nach ihrer Übergabe/Abnahme als „neue Straße“ ... Die Ausschreibung startete im Mai 2025 (ADZ berichtete) und man schrieb damals von „geschätzten Kosten“ zwischen 68.418.943 und 81.851.727 Lei (man merke die große Spanne zwischen diesen beiden Schätzwerten...). Angebote kamen von PORR Construct Bukarest, Elis Pavaje Petersdorf/Petrești im Landeskreis Alba, von Strabag Bukarest, sowie von Firmenverbünden, denen vorstanden Dimex 2000 Company (Rebrișoara, Bistritz-Nassod/Bistrița-Năsăud), Drumuri și Poduri Banat (Temeswar), Axela Construcții (Temeswar), ERC Vest (Buchin), Mithras Build (Cordun, Landeskreis Neamț), Trustul de Construcții Drobeta (Magheru, Breznița-Ocol, Landeskreis Mehedinți). Nach allerhand gerichtlichen Rummel und wiederholten Einsprüchen vergab der CNSC (d.i. der Nationalrat für die Lösung von Ausschreibungsbeanstandungen) im März dieses Jahres den Auftrag an einen Firmenverbund, mit „Drumuri și Poduri Banat“/Straßen und Brücken Banat an der Spitze, den Auftrag.
Die Ausschreibungssieger gaben an, den Auftrag für 42.777.002,63 Lei durchführen zu können. Aber: man möge sich nicht wundern, wenn die Bauausführer in den Monaten der Bauzeit mit finanziellen Nachforderungen kommen ...
