Wohnblock in Rahova, in dem es zu einer Wohnungsexplosion kam, wird nun gesichert

Bukarest – Am 17. Oktober 2025 kam es in einem Wohnblock im Bukarester Stadtteil Rahova zu einer Wohnungsexplosion (die ADZ hat berichtet) und nun, ungefähr neun Monate später, sollen die Sicherungsarbeiten beginnen. Das Gebäude wurde just dem Bauherrn übergeben, der mit den Sicherungsarbeiten begonnen hat, so teilt die Bukarester Stadtverwaltung mit.

Die Arbeiten beginnen erst jetzt, weil zwei Ausschreibungen zuvor erfolglos verliefen. Erst bei der dritten wurde ein interessierter Bauherr gefunden, der sich nun an die Arbeit macht.

Doch was soll gemacht werden? Zuerst soll die Häuserhälfte, wo es zur Explosion kam, vom restlichen Block abgetrennt werden. Der restliche Block soll dann abgestützt werden, während die beschädigte Hälfte abgerissen wird.

Diese Arbeiten sollen innerhalb von zwei Monaten, genauer gesagt 50 Tagen, abgeschlossen sein. Erst danach haben die Eigentümer der Wohnungen im verbleibenden Teil des Blocks die Möglichkeit, ihre Wohnungen zu betreten und Dokumente und Wertgegenstände zu bergen.

„Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand den Teil des Wohnblocks betreten kann, wo die Explosion stattfand“, sagte Oberbürgermeister Ciprian Ciucu bereits vor Monaten, so berichtet die Nachrichtenseite „Buletin de București“. „Ihr Leben und das Ihrer Begleiter ist wichtig. Ihre Habseligkeiten können wiedergefunden werden. Ich werde mit (...) allen staatlichen Behörden sprechen, um Sie bei der Wiederbeschaffung Ihrer Dokumente zu unterstützen“, so versprach Ciucu weiter.

Doch weiter mit dem aktuellen Plan: Nachdem den Mietern der Zugang zur Bergung von Wertgegenständen ermöglicht wurde, wird eine technische Bewertung durchgeführt, um festzustellen, ob der verbleibende Teil des Gebäudes durch eine Konsolidierung gerettet werden kann. Andernfalls wird das Gebäude komplett abgerissen, so der Plan der Stadt. Der letzte Schritt ist der Wiederaufbau des Häuserblocks und die Wiederherstellung der Eigentumsrechte derjenigen, die dort gelebt haben, wovon jedoch insgesamt vier Menschen bei der Explosion gestorben sind.

Wegen der Explosion laufen momentan auch Ermittlungen gegen vier Einzelpersonen und drei juristische Personen. Um die Entschädigung, die 55 Millionen Euro umfasst, zu sichern, wurden von diesen auch einige Vermögenswerte beschlagnahmt, so berichtet „Buletin de București“. Genauere Ermittlungsergebnisse wurden jedoch noch nicht bekannt gegeben.