Zuflüsse der Marosch im Kreis Arad ausgetrocknet

Arad – Die anhaltende Trockenheit macht sich im Kreis Arad auch an der Marosch/Mureș bemerkbar.

Nach Angaben der Arader Wasserbehörde sind derzeit alle Zuflüsse des Flusses auf dem Gebiet des Kreises Arad ausgetrocknet. Der Durchfluss der Marosch liegt an den wichtigsten Messstellen nur noch bei rund einem Drittel des für diese Zeit üblichen langjährigen Mittels. Die Wasserbehörde teilte auf Anfrage von Ager-pres mit, dass die fehlenden Niederschläge der vergangenen Monate den Wasserstand deutlich gesenkt hätten. Dies zeige sich sowohl an den vier Hauptmessstellen an der Marosch – Săvârșin, Lippa/Lipova, Arad und Nadlak/Nădlac – als auch an den hydrometrischen Stationen an den Zuflüssen bei Petriș, Săvârșin und Monoroștia.

Nach den Messungen der vergangenen 24 Stunden lag der Durchfluss bei Săvârșin bei 63,8 Kubikmetern pro Sekunde. Das langjährige Mittel für diese Zeit beträgt dort 125 Kubikmeter pro Sekunde. Damit erreicht der Fluss an dieser Stelle noch etwa die Hälfte des normalen Wertes. Es handelt sich zugleich um die vergleichsweise beste Lage unter den vier Hauptmesspunkten im Kreis. Deutlich niedriger sind die Werte an den übrigen Stationen. Bei Lippa/Lipova wurden 33,4 Kubikmeter pro Sekunde gemessen, was 26 Prozent des langjährigen Mittels entspricht. In Arad lag der Durchfluss bei 39 Kubikmetern pro Sekunde, also bei 29 Prozent des Normalwertes. Bei Nadlak wurden 42,8 Kubikmeter pro Sekunde registriert, rund 32 Prozent des langjährigen Mittels. Der historische Mindestdurchfluss im Kreis Arad wurde im Januar 1985 gemessen; damals lag der Wert bei 15,5 Kubikmetern pro Sekunde.

Die Dürre hat auch in der Landwirtschaft erhebliche Schäden verursacht. Nach Angaben der Arader Landwirtschaftsdirektion meldeten rund 1300 Landwirte Schäden an Herbstkulturen. Betroffen sind demnach 79.359 Hektar Ackerfläche. Die gemeldeten Ernteverluste liegen zwischen 30 und 70 Prozent.