Bukarest (ADZ) - Die Treibstoffpreise an rumänischen Tankstellen haben am Mittwochvormittag erneut zugelegt. Diesel lag übereinstimmenden Medienberichten zufolge rund 10 bis 20 Bani über der 10-Lei-Marke, während Benzin je nach Tankstelle leicht über oder unter 9,2 Lei pro Liter lag. Anfang dieser Woche war Diesel vereinzelt erneut über 10 Lei pro Liter gestiegen, am Mittwoch war die Schwelle an praktisch allen Tankstellen überschritten.
Das Wiederaufflammen des völkerrechtswidrigen Kriegs der USA gegen den Iran in den vergangenen Wochen hatte den Öl-Preis der Referenzsorte Brent vorübergehend erneut auf 100 US-Dollar pro Barrel getrieben. In dieser Woche ist der Preis wieder unter 90 US-Dollar gesunken, Mittwochmittag waren es rund 87 Dollar pro Barrel. Vergangene Woche hatte außerdem Kasachstan vorübergehend den Öl-Export über den russischen Schwarzmeer-Hafen Noworossijsk eingestellt; das Energieministerium in der Hauptstadt Astana begründete den Schritt mit der Sicherheitslage am Terminal des Kaspischen Pipeline-Konsortiums, welches wiederholt das Ziel ukrainischer Drohnenangriffe wurde. Seit dieser Woche wurden Lieferungen über die Verladestelle bei Noworossijsk wieder aufgenommen. Laut der Wirtschaftsplattform profit.ro beziehen rumänische Raffinerien bis zu zwei Drittel des Rohöls aus Kasachstan, besonders abhängig ist die größte Raffinerie des Landes, Petromidia, welche zum kasachischen Staatskonzern KazMunayGaz gehört.
Anfang der Woche hat der rumänische Senat als erste Parlamentskammer zur Abfederung steigender Kraftstoffpreise beschlossen, dass Verbrauchssteuern dynamisch angepasst werden können. Diese sollen schrittweise fallen und so die Preise an der Zapfsäule senken, nimmt der Preisdruck auf dem Markt zu, ist eine schrittweise Absenkung der Verbrauchssteuer um 15 bis 25 Prozent vorgesehen. Der Gesetzesentwurf muss zunächst noch die Abgeordnetenkammer passieren.





