Hermannstadt – Der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde Hermannstadt, das Brukenthalmuseum und das Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften Hermannstadt laden am Mittwoch den 21. Oktober um 17.30 Uhr in das Brukenthal-Museum zur Präsentation zweier kürzlich im Verlag De Gruyter erschienener Bände ein. Beide Bücher wurden in der Reihe Studies of Early Modern Christianity in Central Europe veröffentlicht.
Der erste Band „The Urban Space: Patterns of Mobility and Cultural Transfer in Late Medieval Europe (1200–1500)“, herausgegeben von Adinel C. Dincă und Ulrich A. Wien, ist dem Historiker Konrad G. Gündisch anlässlich seines 75. Geburtstags gewidmet. Er vereint eine Reihe wissenschaftlicher Beiträge, die im Rahmen eines gleichnamigen internationalen Symposiums, das im Juli 2023 in Heltau und Michelsberg stattfand, vorgestellt wurden. Die Beiträge untersuchen die Mobilität von Menschen, Ideen und Objekten, kirchliche Netzwerke und Rechtspraktiken sowie die Rolle städtischer Gemeinschaften bei der Aushandlung von Wandel, Identität und Kontinuität.
Der zweite Band „The Báthory Moment: Statecraft, Religion, Society, and Culture in Central Europe“, herausgegeben von Julia Derzsi, Henning P. Jürgens, Maciej Ptaszynski und Ulrich A. Wien, beleuchtet die Herrschaft Stephan Báthorys in Siebenbürgen und im polnisch-litauischen Commonwealth neu. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen zwischen politischer Herrschaft, Militärwesen, kirchlichen Institutionen, Justiz, Finanzen, Diplomatie und Gelehrsamkeit. Die Beiträge eröffnen neue Perspektiven auf die konfessionelle Vielfalt sowie auf die politischen und kulturellen Beziehungen in Mittel- und Osteu-ropa in der Frühen Neuzeit. Der Band vereint Beiträge, die im Rahmen einer Reihe von drei internationalen Symposien vorgestellt wurden, die im September 2022 in Budapest, im Juni 2023 in Warschau und im Oktober 2023 in Hermannstadt stattfanden.
Über die beiden Bände diskutieren Raluca Teodorescu, Rudolf Gräf und Liviu Cîmpeanu im Gespräch mit den Herausgebern Ulrich A. Wien, Adinel C. Dincă und Julia Derzsi.
