Europameister bei Jugendarbeitslosigkeit

EU-weit lag im August die Jugendarbeitslosigkeit bei durchschnittlich 15,4 Prozent. | Grafik: Eurostat

Bukarest/Luxemburg (ADZ) - Mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 30,8 Prozent verzeichnet Rumänien jüngsten Daten zufolge EU-weit die höchste Rate. Entsprechend Anfang dieser Woche vom europäischen Statistikamt Eurostat veröffentlichten Daten folgten auf Rumänien Estland mit 28,4 Prozent, Schweden (23,8%) und Finnland (23,3). Die Länder mit den wenigsten Erwerbslosen unter 25 Jahren waren Deutschland (7,4%), die Niederlande (8,8%) und Malta (9,7%). Die Daten für die meisten Länder sind für den Monat August 2026, Rumänien veröffentlicht Daten zur Jugendarbeitslosigkeit nur Quartalsweise, die jüngsten Zahlen beziehen sich also auf den Zeitraum April bis Juni 2026. EU-weit lag im August 2026 die Jugendarbeitslosigkeit bei durchschnittlich 15,4 Prozent, vor einem Jahr waren es 15,3 Prozent.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit hierzulande ist einerseits ein strukturelles Problem – in den vergangenen zehn Jahren ist die Rate nur vorübergehend Ende 2018/Anfang 2019 sowie Mitte 2021 leicht unter 20 Prozent gesunken. Andererseits sind junge Personen besonders stark von den wirtschaftlichen Problemen der vergangenen Jahre getroffen: Mitte 2024 ist die Jugendarbeitslosigkeit um etwa vier Prozentpunkte bis auf rund 25 Prozent gestiegen und hat Ende 2025 und Anfang 2026 weiter bis auf über 30 Prozent zugelegt. Außerdem sind junge Frauen bei einer Quote von 34,3 Prozent besonders stark betroffen.