Hochwasserschutz: Gefährdete Flussabschnitte überprüft

Kontrollen in Sathmar: Behörden prüften den Zustand von Dämmen, Rückhaltebecken und Uferbefestigungen

Sathmar – Der Zustand von Hochwasserschutzanlagen im Kreis Sathmar/Satu Mare wurde am 22. und 23. Oktober im Rahmen der jährlichen Herbstkontrollen überprüft. Ziel der Inspektionen war es, festzustellen, ob Dämme, Rückhaltebecken und Uferbefestigungen in einem ordnungsgemäßen Zustand sind und wie gut die örtlichen Behörden auf mögliche Überschwemmungen vorbereitet sind.

Eine aus Vertretern mehrerer Institutionen bestehende Kontrollkommission untersuchte die Hochwasserschutzanlagen in den Einzugsgebieten der Flüsse Tur, Krasna/Crasna und Ier. Besonderes Augenmerk galt den Flussabschnitten, die bereits früher als gefährdete Gebiete eingestuft worden waren. Dabei wurde auch geprüft, welche Fortschritte bei der Behebung der zuvor festgestellten Mängel erzielt wurden.

Entlang der Krasna kontrollierte die Kommission das Hochwasserrückhaltebecken bei Fienen/Foieni sowie die Dammabschnitte im Raum Acâș, Kleinmaitingen/Moftin und Darotz/Craidorolț. Im Einzugsgebiet des Tur standen der Zustand des Rückhaltebeckens bei Călinești-Oaș, die Arbeiten am Oberlauf des Flusses sowie der Abschnitt unterhalb des Rückhaltebeckens im Mittelpunkt. Überprüft wurden außerdem die Dämme entlang des Talna in der Nähe seiner Mündung in den Tur.

Die Kontrollen erstreckten sich auch auf Flussabschnitte, an denen bereits Uferbefestigungsarbeiten durchgeführt worden waren. In der Nähe von Acâș an der Krasna sowie in Vama und Negrești-Oaș an den Flüssen Talna und Valea Rea wurden größere Steinblöcke verlegt, um einer weiteren Erosion der Ufer entgegenzuwirken. Die Arbeiten führte die Wasserwirtschaftsbehörde des Kreises Sathmar mit eigenen Mitarbeitern und Geräten im Rahmen des Wasserwirtschaftsprogramms für 2026 durch.

Neben den technischen Anlagen wurde auch die Einsatzbereitschaft der Kommunalverwaltungen überprüft. Bei den Bürgermeisterämtern in Acâș und Călinești-Oaș kontrollierte die Kommission, ob aktuelle Hochwasserschutzpläne vorliegen, die erforderlichen Einsatzmittel und Materialien zur Verfügung stehen und die Warnsysteme für die Bevölkerung ordnungsgemäß funktionieren.

Präfekt Tamás Altfatter betonte im Zusammenhang mit den Kontrollen, dass die Vorbeugung weiterhin die wichtigste Maßnahme im Hochwasserschutz sei. Die Schutzanlagen müssten kontinuierlich in einem funktionsfähigen Zustand gehalten werden. Zugleich seien die örtlichen Behörden dafür verantwortlich, ihre Schutzpläne regelmäßig zu aktualisieren, die notwendigen Einsatzmittel bereitzustellen und den Betrieb der Warnsysteme sicherzustellen.

Die Präfektur des Kreises Sathmar werde die Einhaltung dieser Verpflichtungen auch weiterhin überwachen, erklärte Altfatter.