Kulturstrategie bis 2040

Bürger, Kulturschaffende und Experten sind eingeladen mitzuwirken

Temeswar – Wie wollen wir in den kommenden Jahren gemeinsam in Temeswar/Timișoara leben? Wie sieht das kulturelle Leben im eigenen Stadtviertel aus? Was motiviert die Menschen, an einer kulturellen Veranstaltung teilzunehmen – und was hält sie davon ab? Welche Angebote wünschen sich die Bewohner näher an ihrem Zuhause? Mit diesen Fragen beginnt die Dialogphase zur Erarbeitung der Kulturstrategie Temeswar 2040 unter dem Titel „Lasst uns über Temeswar sprechen“.

Die Kulturstrategie wurde von der Stadt Temeswar/Timișoara über das Projektezentrum initiiert und soll die kulturellen Entwicklungsrichtungen der Stadt bis zum Jahr 2040 festlegen. Grundlage sollen sowohl Untersuchungen als auch die Beiträge der Einwohner, Kulturschaffenden, Kulturinstitutionen und Experten sein.

Die Gespräche sollen direkt in der Stadt beginnen. Die Temeswarer sind somit eingeladen, an einer Umfrage über ihre Teilnahme am kulturellen Leben und über die Bedürfnisse in ihren Stadtvierteln teilzunehmen. Parallel dazu sind Workshops mit Kulturschaffenden vorgesehen, bei denen gemeinsam Ideen und Lösungen für die weitere Entwicklung des kulturellen Lebens der Stadt erarbeitet werden.

In den Prozess fließen drei unterschiedliche Perspektiven ein. Die Einwohner können schildern, wie sie Kultur in der Stadt erleben, welche Angebote sie nutzen und was ihnen fehlt. Kulturschaffende bringen ihre Erfahrungen mit Räumen, Publikum, Ressourcen und Kooperationen ein. Experten sollen die gesammelten Daten und Beiträge auswerten und daraus mögliche Entwicklungsrichtungen und Maßnahmen ableiten.

Die Frage, in welcher Stadt die Menschen in 14 Jahren leben möchten, könne nicht allein von Institutionen und Fachleuten beantwortet werden, so die Vertreter des Temeswarer Projektezentrums. So sollen die Bewohner aller Stadtteile und Altersgruppen in den Mittelpunkt des Prozesses rücken. Die Strategie knüpft an die Erfahrungen aus dem Jahr 2023 als Europäische Kulturhauptstadt an und richtet den Blick zugleich auf die kommenden Jahre. 

Dabei soll nicht nur die bereits vorhandene kulturelle Infrastruktur berücksichtigt werden, sondern auch jene Stadtteile und Gemeinschaften, in denen bislang weniger Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe bestehen.

Die Einwohner von Temeswar sind eingeladen, den Fragebogen auf der Plattform „Decidem“ der Stadt Temeswar (decidem. primariatm.ro/consultari/timisoara2040)  sowie auf der Website des Projektezentrums auszufüllen.