Sechs Migrantenschleuser in U-Haft

DIICOT: seit 2023 haben sie regelmäßig Migrantentransporte von 20-25 Personen nach Deutschland und Österreich organisiert

Reschitza – Vergangenen Samstag schlug die Anti-Terror-Einheit der Polizei, DIICOT, im Banater Bergland gegen sechs Schleuser zu, die – so die bisher bekanntgemachten Erkenntnisse der Polizei – seit 2023 für ansehnliche Geldsummen in regelmäßigen Zeitabständen Gruppen von 20-25 illegalen Migranten von der Grenze zu Serbien über Ungarn in Richtung Österreich und Deutschland schafften. Bei den sechs Personen im Alter zwischen 25 und 50 Jahren wurden Hausdurchsuchungen durchgeführt, die sechs der Schleuserei Beschuldigten sind anschließend in U-Haft genommen worden. Die DIICOT-Staatsanwälte beschuldigen sie der Bandenbildung und der Schleuserei. Nachgewiesen wurde ihnen 2026, dass sie in einem einzigen Monat 60 Migranten aus Ägypten, Pakistan, Bangladesch, Indien und Ghana nach Deutschland und Österreich geschafft haben.

Die entsprechende Meldung von DIICOT vom letzten Samstag lautet (aus-zugsweise): „Heute, am 3. Oktober, haben die Staatsanwälte der Direktion zur Untersuchung der Verbrechen im Bereich der Organisierten Kriminalität und des Terrorismus, DIICOT, Territorialbüro Karasch-Severin, zusammen mit Polizisten des Bereichs Bekämpfung Organisierter Kriminalität auf dem Gebiet des Landeskreises Karasch-Severin sechs Hausdurchsuchungen durchgeführt. Die Causa betrifft Straftaten im Bereich der Bildung einer Verbrecherbande und die Schleuserei illegaler Migranten. Die Mitglieder der Verbrecherbande handelten durchorganisiert und koordiniert, indem sie Migranten ansprachen, anleiteten, in Gruppen zusammenfassten, ihnen Schleuser- und Transportdienste anboten und durchführten. Ziel war jeweils der illegale Grenzübertritt aus Rumänien, die Transitreise durch Ungarn und die illegale Einführung der Migranten nach Österreich und weiter, nach Deutschland. Die Gruppierung war pyramidenförmig durchorganisiert, jedes Mitglied hatte klar umrissene Aufgaben im Bereich Unterbringung, „Verladen“ auf Fernlaster, Koordinierung der Transporte usw.“

Die Transporte seien „sukzessive“ durchgeführt worden, in Korrelation untereinander, wobei die Mi-granten während der Transporte mehrmals das Fahrzeug wechseln mussten und immer zwischen Waren verborgen wurden. Die Transportwege wurden überwacht, die „Teams“ kommunizierten laufend untereinander, meldeten vor allem das Vorhandensein von Polizeistreifen und –kontrollen unterwegs. Gleichzeitig oblag den „Begleitteams“ die Bezahlung der gelegentlichen „Helfer“.

DIICOT: „Es wurden in der Nähe der rumänisch-ungarischen Grenze mehrere solcher Transporte identifiziert und monitorisiert, die jeweils 20-25 Migranten schleusten. Aufgrund des jüngsten Transports konnten erst zwei der Mitglieder der Verbrecherbande festgenommen werden, aufgrund der staatsanwaltlichen Untersuchungen da-nach auch die anderen vier. Alle befinden sich in Untersuchungshaft. Zwei der Mitglieder der jetzt inhaftierten Gruppierung saßen bereits in Deutschland wegen Schleuserei im Gefängnis. Sie waren vor kurzer Zeit zurückgekehrt nach Rumänien.