Konsulin Anja Zougouari sprach von dem gemeinsamen Haus Europa, aber auch darum, dass man sich bemühen muss, um Europa weiter aufzubauen: „Ein Haus erhält sich nicht von allein; es lebt von den Menschen, die darin wohnen. Davon, wie wir miteinander umgehen, wie wir Unterschiede aushalten und welche Regeln wir gemeinsam achten. Europa ist deswegen für mich mehr als ein Binnenmarkt oder eine gemeinsame Regierung oder offene Grenzen. Es ist eine Idee davon, wie Menschen miteinander leben wollen.“
Auch die folgenden Redner, Ruben Lațcău, der interimistische Bürgermeister von Temeswar, Alexandru Adrian Iovescu, der Vizevorsitzende des Kreises Temesch, und Paul Finta, der Präfekt des Kreises Temesch, hoben die Bedeutung des Tages der Deutschen Einheit aber auch die Rolle Deutschlands in Europa sowie die Beziehungen, die Rumänien zu Deutschland pflegt, hervor.
Der DFDB-Vorsitzende Benjamin Neurohr unterstrich die Bedeutung der Unterrichtung der jungen Generation: „Junge Menschen, die nicht in der DDR und nicht in der Sozialistischen Republik Rumänien gelebt haben, können unsere Freiheit nicht so schätzen, wie wir es tun. Sie wissen nicht, wie tragisch ein totalitäres Gesellschaftssystem ist. Sie wissen nicht, welche Opfer uns unsere Freiheit gekostet hat. Es ist unsere Pflicht, dies den jüngeren Generationen zu vermitteln.“
Der Tag der Deutschen Einheit bot auch in diesem Jahr Anlass, über die Vergangenheit, aber auch über die Gegenwart zu sprechen sowie Hoffnungen für eine gemeinsame Zukunft auszusprechen.
