Bukarest (ADZ) – Die Generalstaatsanwaltschaft hat im Juli ein Strafverfahren zu den Umständen der Annullierung der Präsidentschaftswahl im Dezember 2024 eingeleitet. Anlass sind mehr als 600 Anzeigen, die offenbar von Vertretern des Vereins für Freiheit und soziale Gleichheit (ALES) erstattet wurden. Die Ermittlungen laufen zunächst gegen Unbekannt. Die Anzeigen werfen mehreren Verantwortlichen unter anderem die Bildung einer kriminellen Vereinigung, Amtsmissbrauch, die Behinderung der Ausübung des Wahlrechts und ungerechtfertigte Strafverfolgung vor. Auch Straftaten gegen die Menschlichkeit werden genannt. Im Mittelpunkt stehen Personen, die für die Annullierung des ersten Wahlgangs verantwortlich gemacht werden. Der Verein erklärte zudem auf Facebook, eine weitere Strafanzeige gegen Staatsanwälte, Mitarbeiter und Beamte der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht zu haben. Sie sollen dazu beigetragen haben, die 600 Anzeigen lediglich als Verwaltungsvorgänge zu registrieren und zu behandeln.
