Bukarest und Kiew gehen Städtepartnerschaft ein

Kiew | Archivfoto: pixabay.com

Bukarest (ADZ) – Der hauptstädtische Munizipalrat hat auf seiner jüngsten Sitzung eine Städtepartnerschaft zwischen Bukarest und der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehrheitlich gebilligt. In dem einschlägigen Beschluss des Bukarester Munizipalrates wird hervorgehoben, dass beide Städte bestrebt seien, ihre freundschaftlichen Beziehungen und Kooperationen auszubauen, insbesondere in den Bereichen Kultur, Bildung, Kunst, Wissenschaften und Tourismus, sowie sich in Krisenzeiten beizustehen.

Der amtierende Bukarester Oberbürgermeister Ciprian Ciucu (PNL) sprach von einer „historischen Geste“ – man dürfe sich nicht bloß mit wohlhabenderen Städten verbrüdern, sondern auch mit jenen, „die Not leiden und deren Einwohner wahre Tragödien erleben“. Kiew werde gegenwärtig tagtäglich bombardiert, die Menschen seien verzweifelt und am Ende ihrer Kräfte. Die Stadt Bukarest wolle nun als Erstes mehrere Notstromaggregate nach Kiew schicken, teilte Ciucu mit.

USR-Stadtrat Dragoș Radu hob seinerseits hervor, dass die neue Städtepartnerschaft keineswegs als „simple protokollarische Geste“, sondern vielmehr als eine Verpflichtung verstanden werden müsse – die Bewohner von Kiew wolle Bukarest damit nämlich wissen lassen, dass sie nicht alleine seien und „viele Menschen, die in bloß einigen Hundert Kilometern Entfernung leben, ihnen Respekt zollen“. Wenn in der Ukraine endlich wieder Frieden herrsche, werde Bukarest sich bemühen, zu den ersten Partnern zu gehören, die den Wiederaufbau mitanpacken, fügte Radu hinzu.