Fitch-Analystin: Rumänien riskiert Abstufung

Bessere Steuererhebung Schlüssel für Defizitsenkung

Bukarest (ADZ) – Die verlängerte Regierungskrise könnte die Kreditwürdigkeit Rumäniens weiter schwächen und letztendlich zu einer Abstufung führen. Laut einer Analystin der Ratingagentur Fitch, Malgorzata Krzywicka, sei ein zuverlässiger Steuerplan nötig, um die Glaubwürdigkeit der Regierung, das Defizit weiter zu senken, kurzfristig zu demonstrieren. „Je länger die Krise ohne eine funktionsfähige Regierung andauert, desto mehr Fragen stellen sich hinsichtlich der haushaltspolitischen Berechenbarkeit sowie der Fähigkeit, notwendige Anpassungen vorzunehmen“, sagte Krzywicka in einem Interview gegenüber dem Online-Magazin Bloomberg Ende vergangener Woche.

Die Ratingagentur Fitch, welche Rumäniens Kreditwürdigkeit mit BBB- bei negativem Ausblick – die niedrigste Stufe, bei der Investitionen noch empfohlen werden – bewertet, dürfte voraussichtlich im Januar kommenden Jahres das Land erneut evaluieren. Krzywicka gab im Interview an, dass eine Verbesserung der Steuererhebung einer der Schlüssel für eine weitere Absenkung des Defizits sei; auf der Ausgabenseite gebe es nach den bisherigen Sparmaßnahmen nur noch wenig Spielraum.