Bukarest (ADZ) – PNL-Vize Alexandru Muraru hat der PSD die „härteste und streitbarste Opposition der letzten Jahrzehnte“ in Aussicht gestellt: Die Liberalen seien entschlossen, „jeden Beschluss, jede Ernennung und jeden ausgegebenen Leu“ unter die Lupe zu nehmen, um „Betrug und Missbrauch samt Schuldigen“ an den Pranger stellen zu können – die PSD habe nachzuvollziehen, dass Regierungsverantwortung „nicht hinter geschlossenen Türen ausgehandelt“ werde, so Muraru.
Der Chef des PNL-Verbands Jassy, der sich zunächst gegen eine Bestätigung des PSD-Minderheitskabinetts ausgesprochen hatte, warf den Sozialdemokraten offen vor, durch ihre fortwährend abgelehnten Reformen das Vertrauen der Bürger in Fortschritt untergraben zu haben. Vor jeder Wahl habe die PSD eine „neue Chance“ beansprucht und danach stets gleich gehandelt – sie habe Klientelismus, Verschwendung und Ausbau von Privilegien gefördert sowie alle Reformen abgeschmettert, die die eigenen Kontrollmechanismen gefährden würden. Doch könne das Land es sich nicht länger leisten, die Kosten für das politische Überleben der PSD zu schultern, hob Muraru hervor.
Dem liberalen Politiker zufolge wird sich seine Partei ab sofort darum bemühen, eine „massive politische Alternative“ aufzubauen – der Gang in die Opposition bedeute für die PNL nämlich sowohl den endgültigen Bruch mit der PSD als auch eine Chance auf Abhärtung durch „Konsequenz und Kompetenz“. Vor allem aber ziehe man in diesen Kampf, um die PSD daran zu hindern, „ganz Rumänien zu vereinnahmen“, sagte Muraru. Die Bürger ersuchte der PNL-Vize, sich trotz allen Frusts nicht „in die Arme von Demagogen zu werfen, die zwar die Rettung des Landes versprechen, in Wahrheit jedoch dessen Freiheit und europäische Zukunft gefährden“.
