Mehr Austausch mit Sofia nach Schiffstreffern

Bukarest (ADZ) – Bulgariens Verteidigungsminister Dimitar Stoianow hat nach mutmaßlich russischen Drohnenangriffen auf zwei Handelsschiffe im Schwarzen Meer eine engere Zusammenarbeit mit Rumänien und der Türkei gefordert. Stoianow sprach am Dienstag telefonisch mit seinem rumänischen Amtskollegen Radu Miruță und dem türkischen Verteidigungsminister Yașar Güler. Die drei Minister vereinbarten, ihre Zusammenarbeit auszubauen und den Schutz der Schifffahrt besser zu koordinieren.

Die bulgarische Regierung verurteilte die Angriffe als schweren Verstoß gegen das internationale Seerecht. Die Sicherheitslage im Schwarzen Meer werde zunehmend komplexer, erklärte Stoianow. Nur durch besseren Informationsaustausch, verstärkte Überwachung und enge Abstimmung könnten die wachsenden Risiken eingedämmt werden. Auch die Zusammenarbeit mit den NATO-Strukturen soll verstärkt werden. In der Nacht zum Dienstag wurde vor der Küste Bulgariens ein Handelsschiff versenkt, ein weiteres schwer beschädigt.