Nach Hetze: Rumäniens Politiker verreißen AfD-Ko-Chefin Weidel

Bukarest verbietet sich „Instrumentalisierung“ rumänischer Bürger

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Bukarest (ADZ) – Rumäniens Politiker aller Couleur verreißen diese Tage die Ko-Vorsitzende der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AFD), Alice Weidel, wegen ihrer Hetze gegen rumänische Zuwanderer, die nach Meinung der radikalen Politikerin das deutsche Sozialsystem mittlerweile zunehmend plündern würden.

Seitens der Regierung betonte das Außenministerium, sich „jegliche aus politischen Gründen erfolgende Instrumentalisierung der rumänischen Staatsangehörigen, die in EU-Staaten wohnhaft sind“, zu verbieten. Man werde auf „permanenten diplomatischen Dialog“ setzen – auch, um Stellung gegenüber derlei diskriminierenden Äußerungen zu beziehen, stellte das Außenamt klar.

PSD-Chef Sorin Grindeanu forderte die AfD-Ko-Chefin derweil zu einer Richtigstellung nebst einhergehender Entschuldigung gegenüber der rumänischen Community in Deutschland auf – Menschen aufgrund ihrer Herkunft kollektiv zu verurteilen, sei unvereinbar mit den Werten, auf denen die Europäische Union aufbaue. Er habe gehofft, dass eine derartige Mentalität längst unter den Ruinen des Zweiten Weltkriegs begraben liege, doch sei sie von Alice Weidel offenkundig wiederbelebt worden, schrieb Grindeanu bei Facebook.

Seinerseits bezeichnete PNL-Chef Ilie Bolojan Weidels Statement als „inakzeptabel“ – die hunderttausenden in Deutschland wohnhaften Rumänen würden Respekt, keine Schmähungen verdienen. 
Seitens der rechtspopulistischen AUR, die sich zunächst zum Eklat um Weidels Äußerungen ausgeschwiegen hatte, ließ Parteisprecher Dan Tanas² die AfD-Ko-Chefin letztlich durch Postings bei Facebook und X wissen, sich das falsche Ziel ausgesucht zu haben – Europas Problem seien „nicht die christlichen Rumänen, sondern die Migranten von außerhalb des Kontinents“.