Bukarest (ADZ) – Eine Woche nach seiner Amtsübernahme hat Regierungschef Luca Niculescu einen Besuch in der benachbarten Republik Moldau unternommen. Er habe sich gewünscht, „so schnell wie möglich in Chișinău zu sein“. Niculescu betonte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem moldauischen Ministerpräsidenten Vasile Tofan in Chișinău, die Unterstützung Rumäniens für die Moldau sei Ausdruck eines kontinuierlichen Engagements für ein stabileres und sichereres Land, das enger mit Rumänien und der Europäischen Union verbunden ist. Rumänien unterstütze die Öffnung der letzten beiden Themenbereiche in den EU-Beitrittsverhandlungen bis Jahresende.
Die Gespräche legten den Schwerpunkt auf die raschere Umsetzung der gemeinsamen strategischen Projekte, wie die Vernetzung im Verkehrs- und Energiesektor. Das Umspannwerk in Chișinău sei ein zentraler Baustein auf dem Weg zur vollständigen Energieunabhängigkeit der Republik Moldau, sagte Niculescu, der zusammen mit Tofan den Standort besuchte. Rumänien werde die Republik Moldau weiterhin dabei unterstützen, ihre Energieunabhängigkeit zum Wohl der Bürger auszubauen, ergänzte er. Ein weiterer Kernbereich der Kooperation sei die Rüstungsindustrie.
Zum Stand der wirtschaftlichen Zusammenarbeit führte Niculescu an, dass zahlreiche rumänische Unternehmen in der Republik Moldau tätig seien und umgekehrt viele moldauische Unternehmen in Rumänien. „Unser Handelsaustausch belief sich im vergangenen Jahr auf rund 4,5 Milliarden Euro. Das ist eine beträchtliche Summe. Rumänische Investitionen haben in der Republik Moldau 12.000 Arbeitsplätze geschaffen“, schilderte Luca Niculescu die Lage. Wichtige Termine waren auch ein Treffen mit der moldauischen Präsidentin Maia Sandu und rumänischen Investoren.
