Bukarest (ADZ) – Die Wirtschaftslage bereitet vielen Menschen in Rumänien Kopfschmerzen. Fast zwei von drei Befragten befürchten eine Verschlechterung des Lebensstandards, jeder zweite sorgt sich sogar um Armut. Das geht aus dem Eurobarometer des Europäischen Parlaments hervor, das von einem Projekt der Friedrich-Ebert-Stiftung Rumänien ausgewertet wurde. Laut Sozialmonitor liegt der Anteil der Personen, die Sorgen wegen eines sinkenden Lebensstandards haben, in Rumänien bei 62%, während er EU-weit nur 40% erreicht. Vor Armut haben 48% Angst, gegenüber 32% im EU-Durchschnitt.
Auch um die Ausgaben für das tägliche Leben sind die Menschen besorgt. Auf die Frage, was sie sich in den kommenden zwölf Monaten möglicherweise nicht mehr leisten können, nannten jeweils 44% die Strom-, Gas- und anderen Versorgungsrechnungen sowie medizinische Leistungen. 40% fürchten sogar, sich nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen zu können.
Auch die Erwartungen für die nächste Generation sehen schlecht aus. 42% der Befragten in Rumänien glauben, dass die heutigen Kinder als Erwachsene einen niedrigeren Lebensstandard haben werden als ihre Eltern.
