Strompreise könnten auch um 20 Prozent steigen

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Bukarest (ADZ) – Das vor zwei Monaten abgeschaltete Kernkraftwerk Cernavodă dürfte wegen des extrem niedrigen Wasserstands der Donau auch in den kommenden zehn Tagen nicht wieder ans Netz gehen. Am Wochenende erreichte die Donau einen historischen Tiefstand, wodurch Sicherheitsverfahren für das Kraftwerk ausgelöst wurden, sagte Energiestaatssekretär Cristian Bușoi.

Die Behörden versuchen, den Wasserstand durch kontrollierte Wasserabgaben aus dem Iezer-Stausee sowie aus den Flüssen Olt und Argeș zu erhöhen. Bușoi betonte jedoch, dass keine Gefahr eines Zwischenfalls bestehe. Wegen des Ausfalls könnte Strom jedoch schrittweise um bis zu 20 Prozent teurer werden. Immerhin sieht es am Gasmarkt etwas besser aus: Die Speicher seien zu mehr als 80 Prozent und damit über dem EU-Durchschnitt gefüllt. Haushalte und Fernwärmesysteme seien sowohl bei den verfügbaren Mengen als auch bei den Preisen abgesichert. Für große Industriebetriebe gebe es dagegen keine staatlichen Mittel, um höhere Energierechnungen aufzufangen, so Bușoi.