Bukarest (ADZ) – Die Nummer Drei in der Hierarchie des Pentagon, Elbridge Colby, ist am Mittwoch hierzulande zu Besuch erwartet worden. Der US-Unterstaatssekretär für die strategische Ausrichtung der Verteidigungspolitik der Vereinigten Staaten gilt als einer der einflussreichsten Köpfe im US-Verteidigungsministerium unter der Verwaltung von US-Präsident Donald Trump sowie als Architekt des sogenannten „NATO 3.0“-Konzepts und spielt zudem eine maßgebliche Rolle bei der aktuellen Überprüfung der US-Militärpräsenz in Europa. Colby hatte im Sommer bekannt gegeben, dass die USA bereits mit der Überprüfung ihrer Truppenpräsenz in Europa begonnen haben – womit das Pentagon offenbar sicherstellen wollte, dass die NATO auf Hochtouren darauf hinarbeitet, Europa die Hauptverantwortung für seine konventionelle Verteidigung zügig übernehmen zu lassen.
In Bukarest trifft der stellvertretende US-Verteidigungsminister für Politik mit Staatspräsident Nicușor Dan und Ressortminister Radu Oprea (PSD) zusammen, im Raum steht zudem ein Besuch des von der US-Armee genutzten Luftwaffenstützpunkts Mihail Kogălniceanu bei Konstanza. Kernthemen der anstehenden Gespräche sollten nach Angaben von Verteidigungsminister Oprea vor allem die äußerst prekäre Sicherheitslage im Schwarzen Meer sowie die künftige Präsenz von US-Truppen hierzulande sein, die die rumänischen Behörden gerne verstärkt sehen würden, weswegen sie der Trump-Verwaltung bereits ein konkretes Angebot bezüglich der Stationierungskosten unterbreitet haben. Den rumänischen Medien sagte Oprea letzte Tage, dass aus Sicht seines Ressorts die Präsenz der US-Truppen sowohl beim Luftwaffenstützpunkt Kogălniceanu als auch bei der Militärbasis Deveselu wesentlich für die Sicherheit des Landes sei.
