Temeswar – Dominic Fritz (USR) hat am Mittwoch, dem letzten Tag seines vorzeitig beendeten Bürgermeistermandats, angekündigt, politisch weiterzumachen. In einer Videobotschaft vor dem Temeswarer Rathaus erklärte er am Mittwoch, er werde sich nicht zurückziehen. Am Donnerstag übernahm Vizebürgermeister Ruben Lațcău die Amtsgeschäfte im Rathaus.
Fritz machte erneut deutlich, dass er das Ende seines Mandats nicht als Folge einer veränderten Haltung der Temeswarer Wähler betrachtet, sondern als politische Entscheidung im Parlament. Sein Amt könne beendet werden, nicht aber seine Mission, sagte er sinngemäß. Der bisherige Bürgermeister stellte die Entscheidung zugleich in einen größeren politischen Zusammenhang. Nichts sei für das bestehende System gefährlicher als eine Alternative, die Ergebnisse liefern könne. Sein Mandat könne beendet werden, nicht aber die Mission, sagte Fritz sinngemäß. Er zeigte sich überzeugt, dass man aus dieser Auseinandersetzung als Sieger hervorgehen werde.
In der Videobotschaft treten neben Fritz auch Lațcău, Vizebürgermeisterin Paula Romocean und City-Manager Matei Creiveanu auf. Die drei waren bereits am Sonntag bei der USR-Veranstaltung „Revoluția continuă“ als Führungsteam für die Zeit nach Fritz vorgestellt worden. Lațcău hatte vor dem Amtswechsel erklärt, er sei auf die Übernahme der Aufgaben vorbereitet. Es sei nicht das erste Mal, dass er in eine solche Rolle komme. Im Rathaus gehe es nun darum, die begonnenen Projekte fortzuführen. Fritz schloss seine Videobotschaft mit einem Appell an seine Unterstützer. Sie sollten sich nicht zurückziehen und nicht zulassen, dass Empörung in Resignation umschlage. Die Arbeit gehe weiter, ebenso der europäische Weg Temeswars. Heute gehe es um Temeswar, morgen um das ganze Land, sagte er.
