Ein Haus für Träumer im Haus der Künste

Ausstellung in der Galerie Pygmalion

Temeswar – „Donum. Ein Haus für Träumer“: So lautet der Titel der Ausstellung, mit der das Künstlerpaar Renée Renard und Ciprian Chirileanu in die Galerie Pygmalion des Hauses der Künste in Temeswar zurückkehrt. Eine einfühlsame Geschichte über das Wohnen, betrachtet durch die Linse der emotionalen Erinnerung, als eine „Form der Großzügigkeit“, wie es die Kuratorin der Ausstellung selbst nennt.

Die Vernissage findet am heutigen Donnerstag, dem 8. Oktober 2026, um 18 Uhr in der Galerie in der A. Pacha-Straße Nr. 8 statt. 

„Die Ausstellung ‚Donum. Ein Haus für Träumer‘ der Künstler Renée Renard und Ciprian Chirileanu stützt sich auf zwei wesentliche philosophische Referenzen: den Aufsatz ‚Bauen, Wohnen, Denken‘ (1954) von Martin Heidegger und das Buch ‚Die Poetik des Raums‘ (1957) von Gaston Bachelard. (…) Der kreative Prozess, der dieser Ausstellung zugrunde liegt, bewegt sich zwischen diesen beiden Perspektiven: Dem Wohnen als einer Art des Seins in der Welt und dem häuslichen Raum als Ort der Intimität und der Träumerei. Die Werke entstanden parallel zum Bau eines Hauses – an Sommertagen in den Bergen, am Ufer eines Flusses, der die Vegetation im Garten nährt. Dieser langsame Prozess, oft begleitet von Lärm, Unordnung und Bauschutt, erhält durch das Handeln der Künstler eine neue Bedeutung, die in den Bauschutt, den Pflanzenfragmenten und den unterwegs gefundenen Gegenständen Ausgangspunkte für einen visuellen Diskurs darüber entdecken, wie Fragmente der alltäglichen Realität in einen neuen Kreislauf der Gabe eintreten können. Donum bezeichnet somit eine Form der Großzügigkeit, jene Gabe, die in einem Kontext entsteht, der durch das Bereitstellen von Material und Erinnerung die Kunst erst möglich macht“, sagt die Kuratorin der Ausstellung, Maria Sârbu.

Die Ausstellung der beiden Künstler ist bis zum 8. November für die Öffentlichkeit zugänglich und kann von Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr, besucht werden.