Großwardein – Der Finanzierungsvertrag für das neue Krankenhaus für Infektionskrankheiten und Pneumologie an der Vlădeasa-Straße in Großwardein/Oradea ist unterzeichnet. Das Projekt hat einen Gesamtwert von 734,62 Millionen Lei, davon stammen 659,02 Millionen Lei aus nicht rückzahlbaren EU-Mitteln, während die Stadt Großwardein 75,59 Millionen Lei beisteuert.
Die Förderung erfolgt über das Programm Gesundheit 2021–2027, nachdem das Projekt ursprünglich über den Nationalen Aufbau- und Resilienzplan (PNRR) finanziert werden sollte. Wegen des bis 2028 geplanten Abschlusses wurde die Finanzierung auf das neue Programm umgestellt. Nach Angaben der Stadtverwaltung handelt es sich um das größte Projekt in der Geschichte Großwardeins.
Die Bauarbeiten sind bereits zu 52 Prozent abgeschlossen. Die Tragstruktur steht, die Innenaufteilung ist weitgehend fertiggestellt und auch die Montage der Fenster ist weit fortgeschritten. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten vor allem auf Elektro-, Sanitär- und Lüftungsinstallationen.
Der Neubau entsteht auf einem 2,5 Hektar großen Grundstück und umfasst rund 50.000 Quadratmeter Nutzfläche. Das viergeschossige Krankenhaus soll zunächst 218 stationäre Betten, 20 Tagesklinikplätze und elf Intensivbetten bieten. Je nach Bedarf kann die Zahl der stationären Betten auf 295 erhöht werden – insgesamt stehen damit 249 bis 326 Betten zur Verfügung.
Geplant sind unter anderem stationäre und ambulante Behandlung, eine Tuberkulose-Ambulanz, Diagnostik, Endoskopie, ein Operationsblock sowie eine eigene Notfallversorgung. Diese umfasst unter anderem Isolationsräume und Bereitschaftsräume für die Fachbereiche Infektionskrankheiten, Pneumologie, Dermatologie und Allergologie. Auch Einrichtungen für medizinische Ausbildung und Weiterbildung sind vorgesehen.
