Gemeinsam für eine bessere Frühförderung

Neues Caritas-Projekt soll Kindern mit Behinderungen den Zugang zu Therapien erleichtern

Caritas-Generaldirektor Dr. Ioan Román begrüßte die Anwesenden und sprach über den Namensgeber und Schutzpatron des St. Josef-Rehabilitationszentrums. Fotos: Caritas Sathmar

Sathmar - 131 Kinder im Alter von null bis sieben Jahren mit Behinderungen sollen im Rahmen eines neuen Projekts der Caritas der Diözese Sathmar/Satu Mare Zugang zu kostenloser Frühförderung erhalten. Das Projekt „Ausbau des St. Josef-Rehabilitationszentrums in Sathmar und des Rehabilitationszentrums in Großkarol“ wurde am Mittwoch, dem 16. September, am Sitz der Caritas in der Lükö-Béla-Straße offiziell eröffnet.

Zur Eröffnung waren Fachkräfte aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Sozialbereich, Vertreter der lokalen und der Kreisverwaltung, Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen sowie Eltern von Kindern mit Behinderungen eingeladen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Caritas-Generaldirektor Dr. Ioan Román. Er sprach über den Namensgeber und Schutzpatron des St. Josef-Rehabilitationszentrums, dessen Leben und Beziehung zu Jesus seit der Gründung der Einrichtung im Jahr 1995 als Vorbild für deren Mitarbeiter dienten. 

Anschließend lud Román zu einem gemeinsamen Gebet für die Kinder und ihre Familien, die Fachkräfte sowie alle am Projekt beteiligten Institutionen ein.

Projektleiter Dr. Attila-Kálmán Kósa erläuterte anschließend die Hintergründe des Vorhabens und stellte dazu Statistiken auf Landes- und Kreisebene vor. 

So liegt beispielsweise die Zahl der Frühgeborenen im Kreis Sathmar über dem Landesdurchschnitt. Der Zugang zu Frühförderung kann zudem durch verschiedene Faktoren erschwert werden, darunter begrenzte finanzielle Möglichkeiten, geografische Abgeschiedenheit sowie die Konzentration entsprechender Einrichtungen in den Städten.

Um diese Hindernisse zu verringern, sollen im Rahmen des Projekts zwei mobile Einheiten eingerichtet werden, die auch Hausbesuche anbieten. Außerdem erhalten 131 Kinder sechs Monate lang kostenlos Frühförderungs- und Rehabilitationsleistungen. Dadurch soll die Zahl jener Kinder reduziert werden, die aufgrund finanzieller oder geografischer Hindernisse keinen Zugang zu therapeutischen Angeboten haben.

Kósa betonte, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Gesundheits-, Bildungs-, Sozial- und Verwaltungsinstitutionen entscheidend für den Erfolg des Projekts sei. Er zeigte sich zuversichtlich, dass diese Kooperation ebenso gut funktionieren werde wie bereits in den vergangenen 30 Jahren der Tätigkeit der Caritas.

Im Anschluss stellte Zielgruppenverantwortlicher Gábor Gnandt die einzelnen Maßnahmen vor. Hauptziel des Projekts ist es, 131 Kindern mit Behinderungen aus den Kreisen Sathmar und Maramures, darunter 21 Roma-Kinder, einen besseren Zugang zu sozialer Förderung, Rehabilitation und Dienstleistungen zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten zu ermöglichen.

Zu den geplanten Ergebnissen gehören der Ausbau der beiden Rehabilitationszentren in Sathmar und Großkarol sowie die sechsmonatige kostenlose Betreuung der 131 Kinder entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen. Darüber hinaus sollen 100 Eltern beziehungsweise gesetzliche Vertreter der Kinder an Angeboten zur Familienunterstützung und Elternbildung teilnehmen. Bei 66 Kindern aus der Zielgruppe soll sich die persönliche Situation durch die Inanspruchnahme der angebotenen Dienstleistungen verbessern.

Nach der Präsentation hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Fragen zum Projekt zu stellen und sich bei Gesprächen weiter zu vernetzen.
Durchgeführt wird das Projekt „Ausbau des St. Josef-Rehabilitationszentrums in Sathmar und des Rehabilitationszentrums in Großkarol“ von der Caritas der Diözese Sathmar. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Inklusion und soziale Würde 2021 - 2027“ aus dem Europäischen Sozialfonds Plus kofinanziert. Das Gesamtbudget beträgt 7.962.765,41 Lei. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. August 2026 bis zum 31. Oktober 2029.