Herbstakademie „Deutsch(e) in der Dobrudscha“

Konstanza – Vom 20. bis 25. September findet in Konstanza die dritte Auflage der Herbstakademie „Deutsch(e) in der Dobrudscha“ statt. Veranstaltet wird sie von der Transilvania-Universität Kronstadt, der Ovidius-Universität Konstanza und der Staatlichen Pädagogischen Ion-Creangă-Universität Chișinău mit Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen an der rumänischen Regierung (DRI). Initiative und Organisation liegen bei ao. Prof. Dr. Maria Muscan und ao. Prof. Dr. Delia Cotârlea. Als wissenschaftlicher Experte begleitet der Historiker Dr. Josef Sallanz die Herbstakademie. An der Herbstakademie nehmen Studierende aus Kronstadt/Brașov, Konstanza, Chișinău und Belz teil. Gemeinsam sollen sie ein weitgehend vergessenes Kapitel deutschsprachiger Kulturgeschichte in Südosteuropa entdecken und zugleich neue Perspektiven auf Multi- und Interkulturalität entwickeln.

Im Mittelpunkt steht die Geschichte der Dobrudschadeutschen und ihre Einbettung in die multiethnische und multikulturelle Geschichte der Region. Die Herbstakademie möchte dazu anregen, den Spuren der deutschen Präsenz in der Dobrudscha in Geschichte, Literatur, Sprache und Erinnerungskultur nachzugehen.

Das Programm verbindet Vorträge und Workshops mit Projektarbeit und Exkursionen. Zu den Schwerpunkten gehören das Projekt „Die Dobru-dscha in Bildern – Geschichte, Kultur und Erinnerung“, das multimediale Projekt „Stammbaum einer Dobrudschadeutschen“ sowie eine literarische Spurensuche anhand von Adolf Meschendörfers Roman „Der Büffelbrunnen“. Ein Ausflug nach Mihail Kogălniceanu/Karamurat und ein Stadtrundgang durch Konstanza erschließen die Dobrudscha als konkreten Erinnerungs- und Begegnungsraum.