Hermannstadt – Zu seiner ersten Fotoausstellung hatte der Kunstfotograf Adrian Bugariu am Freitag, den 30. Oktober, in die OMIE-Galerie am Kleinen Ring eingeladen: Unter dem Titel „Geheimnisvolle Begegnungen an der Grenze zwischen den Welten“ waren 27 fotografische Arbeiten zu sehen, die Sonne und Mond in Kombination mit verschiedenen Hermannstädter Wahrzeichen zeigen – aufgenommen aus großer Entfernung. Mal ruht die Sonne feuerrot auf den Gebäuden, mal ist eine dezente Mondsichel am Himmel auszumachen. Die Ausstellung zeigt fotografische Kompositionen Bugarius aus den letzten drei Jahren.
Ob die Hermannstädter Stadtpfarrkirche, der Ratsturm, die Orthodoxe Kirche oder andere berühmte Dächer der Stadt und der Umgebung – in Licht- und Schattenspielen war die Hermannstädter „Skyline“ aus mannigfaltigen Perspektiven zu bewundern. Adrian Bugariu hat in seinen Arbeiten Momente eingefangen, die den alltäglichen und bekannten Hermannstädter Bauten durch das Zusammenspiel von Sonne und Mond ein besonderes Antlitz verleihen.
Die Abzüge der Fotografien wurden von Ana und Daniel Bălțat angefertigt; das Plakat zur Ausstellung gestaltete Alexandru Moga. Der Fotograf Rareș Helici führte bei der Vernissage in das Thema der Ausstellung ein: Hinter den Arbeiten von Adrian Bugariu stehe viel handwerkliches Können, so Helici. Dazu gehörten auch Kenntnisse und die Berechnung von günstigen Zeitpunkten, um die entsprechenden spektakulären Momente einfangen zu können.
Er freue sich über das breite Interesse an seinen Fotos, so Adrian Bugariu zu Beginn in seiner Eröffnungsrede. Die Fotos entstünden meist sehr spät nachts oder früh morgens, irgendwo an Orten am Rande der Stadt, die meist schwer zu erreichen seien. Jedes der Fotos beinhalte seine eigene Entstehungsgeschichte: „Ich verbinde mit ihnen besondere Erinnerungen“, betonte der Fotograf. Besonders auf zwei seiner Werke, die ihm am Herzen lägen, ging der Künstler ein: Für die Aufnahme der tiefroten Sonnenfinsternis habe er von der Kulturfabrik aus fotografiert, der Blutmond über der Evangelischen Stadtpfarrkirche sei eher zufällig und ohne Berechnungen entstanden.
Die Ausstellung ist noch bis inklusive Sonntag, dem 8. November, täglich von 17 bis 21 Uhr in der OMIE-Galerie/Kleiner Ring Nr. 3 zu besichtigen. In diesen Zeiten ist auch der Fotograf Adrian Bugariu vor Ort und steht Rede und Antwort zur Entstehungsgeschichte seiner Werke. An jedem Foto ist ein QR-Code zu finden, den Besucherinnen und Besucher scannen können, um Informationen zu den jeweiligen Arbeiten zu erhalten. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
