Temeswar/Karansebesch – Der „Abschnitt I“ der Transbanater Eisenbahnlinie (Arad – Temeswar – Lugosch – Karansebesch) hinkt laut jüngstem Kommuniqué der Abteilung CFR Infrastructură der staatlichen Eisenbahnverwaltung CFR SA weiterhin in Baurhythmus und physischem Fertigstellen den anderen drei Bauabschnitten zwischen Arad und Lugosch nach – obwohl auch dort im vergangenen Spätsommer keine umwerfenden Fortschritte erzielt wurden, wenn man sich vor Augen hält, dass die Umbau- und umfassenden Modernisierungs- sowie teilweisen Gleisverdoppelungs-Arbeiten im letzten Jahresquartal 2028 abgeschlossen werden sollen.
Laut Infrastrukturabteilung von CFR ist nach wie vor der am weitesten fortgeschrittene Abschnitt die Nr.II – Temeswar-Ostbahnhof – Lugosch – wo man bei 84,93 Prozent des Bausolls angelangt ist. Dem gegen-über steht man zwischen dem Bahnhof Lugosch und Karansebesch (Bauabschnitt I) erst bei kümmerlichen 15,07 Prozent des Vorhabens, was heißt, dass in den Monaten August-September 2026 – CFR Infrastructură vermeldet neuerdings alle zwei Monate den Baufortschritt bei diesem Vorhaben – zwischen Karansebesch und Lugosch ein Baufortschritt von bloß 0,22 Prozent erzielt wurde.
Schlussfolgernd muss also festgestellt werden, dass auf dem Bauabschnitt I nicht nur insgesamt der geringste Prozentsatz des Gesamtvorhabens realisiert wurde, sondern dass faktisch hier einfach auch am langsamsten gearbeitet wird – egal, welche Gründe es dafür gibt.
Denn auf dem Bauabschnitt II Lugosch – Temeswar-Ostbahnhof wurden 1,13 Prozentpunkte des Vorhabens realisiert und man ist von 83,80 Prozentpunkten am 1. August bei insgesamt 84,93 Prozentpunkten am 30. September angelangt, beim Abschnitt Temeswar-Ostbahnhof – Temeswar-Rangierbahnhof Ronatz steht man mit 28,01 Prozent auch nicht gerade glänzend da (Baufortschritt: 0,70 Prozentpunkte) und auf dem Bauabschnitt IV Temeswar-Rangierbahnhof Ronatz – Arad sind 0,94 Prozentpunkte des Vorhabens zusätzlich realisiert worden, so dass man bei 36,63 Prozent stand.
Damit gibt CFR Infrastructură in diesem Kommuniqué zu, dass man insgesamt bei diesem wichtigen Bauvorhaben bei rund 47 Prozent – also noch nicht einmal der Hälfte – des „physischen Ausführungsstadiums“ angekommen ist. Und dass der durchschnittliche Baufortschritt bei 0,85 Prozentpunkten je zwei Monate/60 Kalendertage liegt. Laut derselben Selbsteinschätzung sei das „ein moderater Baurhythmus, mit bemerkenswerten Unterschieden auf den einzelnen Baustellen“.
Das Projekt sieht für den Abschnitt durchs Banater Hügelland eine Gleisverdoppelung auf 31,69 km (von den insgesamt 39,56 km des gesamten Streckenabschnitts Karansebesch-Lugosch) vor, Umbauarbeiten an vier der sechs Bahnhöfe dieser Strecke (hauptsächlich aber des Bahnhofs Karansebesch, der auch einen Neubau – ein Instandhaltungsgebäude – erhält und eine Überführung über das gesamte Gleisnetz), der Bau von zwölf neuen Brücken und 49 kleineren Überquerungen von Bächen, einer Hochbrücke vor dem Bahnhof von Lugosch (an der Kreisstraße DJ 584, Richtung Ebendorf/Știuca). Erneuert wird auch das gesamte Si-gnal- und Lenksystem der Eisenbahnstrecke, das den neuesten EU-Regelungen/Einrichtungen (System ERTMS – ETCS Niveau 2 und GSM-R) angepasst wird.
Für den Bauabschnitt I Karansebesch – Lugosch sind mehrwertsteuerfreie Kosten von 1,34 Milliarden Lei eingeplant. Der Bauvertrag wurde im Dezember 2023 zwischen CFR Infrastructură und einer „Railsworks“ genannten Assoziierung zwischen Alstom Transport (Assoziierungsleader) und Arcada Company SA unterzeichnet, während das Supervising von TPF Inginerie übernommen wurde. Zu den Bremsfaktoren beim Neubau dieser Strecke gehören u.a. die zahlreichen archäologischen Ausgrabungen und Rettungsgrabungen, die verpflichtender Bestandteil jedes Bauvorhabens sind.
