Kontroverser Dokumentarfilm NAZA – einmalige Vorführung

Kronstadt – „Naza“, ein preisgekrönter umstrittener Dokumentarfilm, in dem 24 israelische Geheimdienstoffiziere erzählen, wie die Tötung palästinensischer Zivilisten in Gaza berechnet und genehmigt wurde, ist am Donnerstag, dem 5. November in Bukarest, Kronstadt/Brașov, Hermannstadt/Sibiu und Pitești zu sehen. In Temeswar/Timișoara läuft er am Sonntag, dem 8. November, und in Jasy am kommenden Mittwoch, dem 11. November.

Der Film setzt sich aus Interviews mit anonymen Militär- und Geheimdienstangehörigen zusammen, die über interne Vorgehensweisen und Entscheidungsmechanismen der israelischen Streitkräfte bei der Auswahl von Angriffszielen im Gazastreifen sprechen.

Ihnen zufolge wurden eine hohe zivile Opferzahlen teils bewusst berücksichtigt.

Der Name „Naza“ steht für Kollateralschaden, also die geschätzte Zahl der Zivilisten, die während eines Einsatzes sterben kann.

Die Vorführung des Films wurde bei dessen Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Venedig, Mitte September, bis kurz vor der Vorführung geheim gehalten. Der Film erntete 25 Minuten stehender Ovationen und den Spezialpreis der Jury. In Israel hingegen sorgte er für Kontroversen. Die israelische Armee widerspricht der Darstellung im Film, meint, er blende wichtige Aspekte aus und sieht im Film eine „verzerrte“ Darstellung. Der israelische Kulturminister Miki Zohar will den Regisseuren Yuval Abraham und Rachel Szor wegen „Landesverrats“ die Staatsbürgerschaft entziehen lassen.

Yuval Abraham und Rachel Szor sind von dem 2025 mit dem Oscar preisgekrönten palästinensisch-norwegischen Dokumentarfilm „No Other Land“ bekannt.