Temeswar/Arad – Rund 40 Beschäftigte des Internationalen Flughafens „Traian Vuia“ Temeswar werden im November vorübergehend am Flughafen Arad eingesetzt. Auch Geräte und Fahrzeuge für die Bodenabfertigung werden nach Arad gebracht. Hintergrund ist die vollständige Sperrung der Start- und Landebahn in Temeswar vom 2. November, 8 Uhr, bis zum 22. November, 21 Uhr. In diesen drei Wochen sollen grundlegende Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden. Starts und Landungen sind währenddessen in Temeswar nicht möglich.
Die Entscheidung über die zeitweise Verlagerung des Personals wurde am Montag im Verwaltungsrat des Temeswarer Flughafens getroffen. Nach Angaben von Marcel Măinescu, Mitglied des Verwaltungsrats, handelt es sich vor allem um Fachkräfte für die Bodenabfertigung. Die genaue Zahl soll noch an den tatsächlichen Bedarf des Flughafens Arad angepasst werden. Gemeinsam mit dem Personal werden auch technische Geräte und Fahrzeuge nach Arad verlegt, um den deutlich höheren Passagier- und Gepäckverkehr bewältigen zu können.
Nach jüngsten Angaben soll Arad während der Sperrung zwischen 40 und 50 Flüge pro Woche übernehmen. Wizz Air, HiSky und Tarom wollen dort Verbindungen abwickeln. Lufthansa und Turkish Airlines haben sich hingegen laut Măinescu entschieden, ihre Temeswarer Flüge während der Bauarbeiten auszusetzen. Tarom hatte bereits Anfang September bestätigt, seine Verbindungen zwischen Bukarest und Westrumänien vom 2. bis 22. November über Arad abzuwickeln.
Der Flughafen Arad bereitet sich seit dem Sommer auf den zusätzlichen Verkehr vor. Der Arader Kreisrat rechnete zunächst mit bis zu 80.000 Passagieren und rund 600 Flugbewegungen während der dreiwöchigen Sperre. Dafür wurden unter anderem zusätzliche Sicherheitskontrollen, elektronische Lesegeräte für neue Personalausweise, ein automatisiertes Pre-Boarding-System sowie Anpassungen bei Brandschutz und Parkplatzzufahrt vorgesehen. Die Sperrung in Temeswar erfolgt nach Angaben des Flughafens aus Sicherheitsgründen. Die Arbeiten sollen die Betriebsbedingungen der Start- und Landebahn mittel- und langfristig verbessern.
