Sanierungsarbeiten an der Haller-Bastei und der Mauer der 90. Kaserne geplant

Haller-Bastei Foto: Wikimedia Commons

Hermannstadt – Die Hermannstädter Stadtverwaltung plant, mittels einer EU-Förderung notwendige Sanierungs- und Sicherungsarbeiten an zwei Abschnitten der historischen Stadtmauer durchzuführen. Der geschätzte Investitionswert beläuft sich auf 20,32 Millionen Lei (inkl. MwSt.), und die Stadtverwaltung beabsichtigt, im Rahmen des Programms „Region Zentrum 2021–2027“ einen Antrag auf nicht rückzahlbare EU-Fördermittel zu stellen. Dabei handelt es sich um Maßnahmen, die an der Haller-Bastei und an der Mauer der ehemaligen 90. Kaserne durchgeführt werden sollen.

An der Haller-Bastei mit ihren 250 Meter langen und bis zu neun Metern hohen Mauern, die sich laut der technischen Untersuchung in einem zufriedenstellenden Zustand befinden, soll die parasitäre Vegetation entfernt werden, fehlende oder beschädigte Mauerwerksabschnitte durch Ziegel mit ähnlichen Eigenschaften wie das vorhandene Mauerwerk ersetzt werden sowie die Erneuerung der Fugen mit für historische Denkmäler geeignetem Mörtel durchgeführt werden. Es sind Arbeiten zur Erneuerung der Abdichtung und zur Sanierung der Entwässerungssysteme vorgesehen. Zudem wird vorgeschlagen, einen umlaufenden Weg anzulegen, um die Ansammlung von Wasser in der Nähe der Fundamente zu verhindern. Im oberen Bereich der Bastei wird die Grünfläche, soweit möglich, auf einer Breite von bis zu fünf Metern freigelegt, um Maßnahmen gegen das Wachstum von Vegetation durchzuführen. Anschließend wird sie wiederhergestellt. Die Mauern werden zudem mit einer architektonischen Beleuchtung mit LED-Leuchten ausgestattet.

Für die noch erhaltenen Mauern der 90. Kaserne sieht das Projekt die Entfernung der Vegetation, die Erneuerung der Abdichtung sowie den Austausch der Ziegel und des beschädigten Mörtels vor. Die Maßnahmen an der Grünfläche im oberen Bereich sind auf einer Breite von zweieinhalb Metern vorgesehen. Eine besondere Änderung betrifft den oberen Teil der Mauern. Die bestehende Brüstung und die Verkleidung aus Steinplatten sollen entfernt und durch eine gemauerte Brüstung ersetzt werden, die im oberen Bereich mit Vollziegeln abgeschlossen ist. Den Unterlagen zufolge wird die Brüstung vollständig aus neuen Materialien gefertigt, um den zeitgenössischen Eingriff von der erhaltenen historischen Struktur abzugrenzen. Auch dieses Bauwerk wird mit einer architektonischen Umrandungsbeleuchtung ausgestattet.

In der bevorstehenden Sitzung des Stadtrates am 29. Oktober sollen die technisch-wirtschaftlichen Kennzahlen genehmigt werden, da diese Etappe einen ersten notwendigen Schritt in der Sicherung der Finanzierung darstellt.