STPT versiebenfacht Gewinn und senkt Betriebskosten

Umsatz in den ersten neun Monaten um 10,3 Prozent gestiegen

Temeswar – Die Temeswarer Nahverkehrsgesellschaft STPT hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2026 deutlich bessere Geschäftsergebnisse als im Vorjahreszeitraum erzielt. Der Umsatz stieg um 10,3 Prozent auf 151,5 Millionen Lei, während sich der Gewinn von 930.000 Lei auf 6,19 Millionen Lei nahezu versiebenfachte. Gleichzeitig legten die öffentlichen Verkehrsmittel mehr Kilometer zurück, wobei die Betriebskosten pro Kilometer zurückgingen.

Nach Angaben der Gesellschaft beliefen sich die Gesamteinnahmen zwischen Januar und September dieses Jahres auf 152,8 Millionen Lei, was einem Anstieg von 9,2 Prozent entspricht. Die Gesamtausgaben erhöhten sich dagegen lediglich um 5,5 Prozent auf 146,6 Millionen Lei. Besonders deutlich fiel das Wachstum der Eigeneinnahmen aus: Diese stiegen um 26 Prozent beziehungsweise 5,3 Millionen Lei auf insgesamt 28,4 Millionen Lei. Ihr Anteil am Umsatz erhöhte sich damit von 16,8 auf 18,7 Prozent. Dennoch bleibt die Nahverkehrsgesellschaft weiterhin in hohem Maße auf Zuschüsse aus dem Kommunalhaushalt angewiesen.

Zugenommen haben insbesondere die Einnahmen aus elektronischen Zahlungsmethoden. Über Kartenterminals und SMS-Zahlungen wurden insgesamt 14,3 Millionen Lei eingenommen, 32,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit entfällt bereits mehr als die Hälfte der Eigeneinnahmen auf diese Zahlungsmöglichkeiten. Auch die Verkäufe an den eigenen Verkaufsstellen stiegen um 21,8 Prozent.

Zwischen Januar und September legten die Fahrzeuge der STPT insgesamt 8,22 Millionen Kilometer zurück, rund 559.000 Kilometer mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Kosten pro Kilometer um 1,7 Prozent von 18,12 auf 17,82 Lei. Bei den Bussen wurden bereits 50,8 Prozent der gefahrenen Kilometer elektrisch zurückgelegt.

STPT-Generaldirektor Florin Petolea führt die positive Entwicklung unter anderem auf die Erneuerung der Fahrzeugflotte zurück. Bereits im Einsatz befinden sich 33 neue Oberleitungsbusse und 30 zehn Meter lange Busse. In nächster Zeit sollen zehn weitere kürzere Straßenbahnen, 20 zwölf Meter lange Elektrobusse und zehn Oberleitungsbusse hinzukommen. Die neuen Fahrzeuge sollen den Energieverbrauch und die Wartungskosten weiter senken. Trotz der verbesserten Finanzlage räumte Petolea ein, dass bei der Qualität des Nahverkehrs weiterhin Handlungsbedarf bestehe. Trotz der positiven Geschäftszahlen bleiben die größten Schwachstellen des Temeswarer Nahverkehrs bestehen: zu seltene Verbindungen und mangelnde Pünktlichkeit.