Zukunft der Medizin in Temeswar besprochen

Über 1300 Teilnehmer kamen bei der ersten Ausgabe von UMAN The Biennial zusammen

Temeswar – Bei der dreitägigen Veranstaltung UMAN – The Biennial diskutierten vom 15. bis 17. Oktober mehr als 90 Referenten aus dem In- und Ausland über medizinische Innovation, künstliche Intelligenz und die menschliche Dimension der Gesundheitsversorgung.

Wie können Chirurgie und künstliche Intelligenz voneinander lernen? Welche Rolle spielt Literatur für die Beziehung zwischen Arzt und Patient? Und wie sieht das Krankenhaus der Zukunft aus? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die erste Ausgabe von UMAN – The Biennial | Health Science & Human Futures in Temeswar/Timișoara.

Die Veranstaltung brachte Ärzte, Forscher, Hochschullehrende, Technologiespezialisten, Vertreter der Wirtschaft und Kulturschaffende zusammen. Bei 18 Diskussionsrunden und wissenschaftlichen Sitzungen am 16. und 17. Oktober wurden insgesamt mehr als 1300 Teilnahmen verzeichnet. Veranstaltungsort war die Iulius Town Congress Hall.

Das Programm umfasste Themen wie robotergestützte Chirurgie, Neurochirurgie, Orthopädie und künstliche Intelligenz ebenso wie Fertilität, Endometriose, Präzisionsdiagnostik, Langlebigkeit, Herz-Kreislauf-Gesundheit und die Versorgung kritisch kranker Patienten. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie technologische Fortschritte mit der Verantwortung des medizinischen Personals und den Bedürfnissen der Patienten verbunden werden können.

Initiator Dr. Adrian Bădescu, Gründer der MedLife-Medici’s-Kliniken, bezeichnete die erste Ausgabe als Auftakt zu einem interdisziplinären Austausch, der über das Format einer klassischen medizinischen Konferenz hinausgehen soll. Auch der wissenschaftliche Leiter der Biennale, Radu Prejbeanu, betonte die Bedeutung des Wissensaustauschs zwischen klinischer Praxis, Forschung und Technologie für die Ausbildung künftiger Ärztegenerationen.

Eine besondere Rolle spielte die Verbindung von Medizin und Kultur. Unter dem Titel „UMAN UNSEEN“ standen am ersten Abend drei literarische Werke im Mittelpunkt: Der Tod des Iwan Iljitsch, Franken-stein und Schöne neue Welt. Die Gespräche sollten den Zusammenhang zwischen wissenschaftlichem Fortschritt, Kunst und menschlicher Erfahrung beleuchten.

Über die Veranstaltung hinaus soll eine Förderung für Studierende Impulse setzen. Im Rahmen des Stipendienprogramms „Bursa UMAN pentru Viziune“ („Das UMAN-Stipendium für Visionäre“) werden zwei Stipendien in Höhe von jeweils 1000 Euro vergeben. Studierende sind eingeladen, ihre Vorstellungen vom „Krankenhaus der Zukunft“ einzureichen. Bewerbungsschluss ist der 23. Oktober, die Ergebnisse sollen am 15. November bekannt gegeben werden.
Die erste Ausgabe der Biennale für Medizinwissenschaften fand unter der Schirmherrschaft der Universität für Medizin und Pharmazeutik „Victor Babeș“ Temeswar sowie der West-Universität Temeswar statt. Die Veranstalter verstehen die Biennale als interdisziplinäre Plattform, die Medizin, Forschung, Technologie, Bildung und Kultur miteinander verbindet.