Bukarest (ADZ) - Das Haushaltsdefizit des rumänischen Staates hat Ende September 3,81 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erreicht. Dies stellt einen deutlichen Rückgang von 1,5 Prozentpunkten gegenüber demselben Zeitraum im Vorjahr dar – Ende September 2025 lag das Defizit bei 5,31 BIP-Prozent –, aber auch einen spürbaren Anstieg verglichen mit Ende August 2026, als das Defizit noch 2,89 BIP-Prozent betrug.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben besonders die Einnahmen zugelegt – plus 1,2 BIP-Prozent, wobei bei Einkommen aus der Mehrwertsteuer der Anstieg bei 0,9 BIP-Prozent liegt – während die Ausgaben 0,3 BIP-Prozent gesunken sind.
Entsprechend den Anfang dieser Woche vom Finanzministerium veröffentlichten Daten gab es neben den Einkommen aus der Mehrwertsteuer höhere Einnahmen aus EU- und PNRR-Gelder (unterm Strich +0,7 BIP-Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum), aus der Gewinnsteuer und der Vermögenssteuer (jeweils +0,1 BIP-Prozent). Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind nicht-fiskalische Einnahmen (minus 0,2 BIP-Prozent) und Kapitaleinkommen (-0,1 BIP-Prozent) gesunken.
Bei den Ausgaben haben besonders Personalkosten (-0,7 BIP-Prozent) sowie Sozialhilfe (-0,6 BIP-Prozent) abgenommen, während Zinsausgaben mit 0,4 BIP-Prozent stark zugelegt haben. Investitionen (einschließlich aus EU-Fonds) haben laut Finanzministerium von 82,61 Milliarden Lei (etwa 4,3 Prozent des BIP im vergangenen Jahr) in den ersten drei Quartalen 2025 auf 107,77 Milliarden Lei (etwa 5,2 Prozent der für dieses Jahr veranschlagten Wirtschaftsleistung) in den ersten neun Monaten 2026 zugelegt.
Nominell sind die Einnahmen bis Ende September um 11,9 Prozent auf 522,7 Milliarden Lei (25,4 BIP-Prozent) und die Ausgaben um 5,5 Prozent auf 601 Milliarden Lei (29,2 BIP-Prozent) gestiegen. Die Wirtschaftsleistung dürfte von 1930 Milliarden Lei 2025 auf 2056 Milliarden Lei in diesem Jahr wachsen.
