Sechs von zehn jungen Menschen leben in überbelegten Wohnungen

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Bukarest/Luxemburg (ADZ) - Im Jahr 2025 lebten 60,4 Prozent der 15- bis 29-Jährigen in Rumänien in überbelegten Wohnungen – mehr als doppelt so viel verglichen mit dem Durchschnitt in der Europäischen Union von 26,9 Prozent. Wie aus am Dienstag vom europäischen Statistikamt Eurostat veröffentlichten Daten weiter hervorgeht leben EU-weit nur noch in Lettland (54,9%) und Bulgarien (52,8%) über die Hälfte der jungen Menschen in überbelegten Wohnungen, die niedrigsten Raten wurden in Zypern (3,5%), Irland (7,4%) und Malta (7,7%) verzeichnet. 

In der Gesamtbevölkerung liegt Rumänien beim Wohnraummangel ebenfalls an erster Stelle: 40,4 Prozent aller Personen lebten 2025 in überbelegten Wohnungen, Lettland (38,9%), Bulgarien (32,5%), Kroatien (31,8%) und Polen (30,9%) verzeichneten Raten über 30 Prozent. Der EU-Schnitt liegt bei 16,8 Prozent. 

Eine Wohnung gilt nach Eurostat-Methodik als überbelegt, wenn es darin mindestens einen der folgenden Räume nicht gibt:

  • einen Gemeinschaftsraum;
  • einen Raum pro Paar, das in dem Haushalt lebt;
  • einen Raum für jede weitere Person ab 18 Jahren;
  • einen Raum für zwei Kinder unter 12 Jahren;
  • einen Raum für zwei Kinder desselben Geschlechts zwischen 12 und 17 Jahren;
  • einen Raum je Kind zwischen 12 und 17 Jahren, wenn sie unterschiedlichen Geschlechts sind.