Nazare dementiert kolportierten baldigen Abgang des Premiers

Finanzminister: „Derlei Gerüchte sind de facto Selbstsabotage“

Finanzminister Alexandru Nazare | Archivfoto: gov.ro

Bukarest (ADZ) – Der liberale Finanzminister Alexandru Nazare, den die Gerüchteküche seit Wochen hartnäckig als potenziellen Amtsnachfolger von Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) handelt, hat im Gespräch mit dem Nachrichtensender Antena 3 sämtliche Kolportagen über einen angeblich baldigen Abgang des Premierministers zurückgewiesen und zugleich ausdrücklich gewarnt, dass der Dauerzoff in der Koalition mittlerweile sowohl die politische als auch wirtschaftliche Stabilität des Landes zu untergraben droht. Die PNL-Führung habe „zu keinem Zeitpunkt“ in Betracht gezogen, einen Regierungschef, der konkrete Ergebnisse geliefert habe, nun urpötzlich durch jemand anderen zu ersetzen, der dem Kabinett sodann bis zu der laut Koalitionsvertrag im kommenden Frühjahr anstehenden Rochade an der Regierungsspitze vorstehen würde – derlei Überlegungen habe es in der PNL niemals gegeben. Bolojan habe sein Kabinett immerhin trotz allen Gegenwindes und aller Schmähungen über Wasser und durch stetige Verhandlungen „im Gleichgewicht gehalten“, die fortwährende Kritik eines Koalitionspartners und dessen andauernd gestreute Gerüchte würden letztlich de facto „Selbstsabotage“ darstellen, sagte Nazare. Der Finanzminister eröffnete, erst in den letzten Tagen mit etlichen US-Investoren zusammengetroffen zu sein, die ohne Umschweife klargestellt hätten, dass politische Stabilität für sie ausschlaggebend sei. Zielsetzungen wie die Aufnahme unseres Landes in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), das Abrufen der zur Verfügung stehenden EU-Mittel oder die Einhaltung der eingegangenen wirtschaftlichen und finanziellen Verpflichtungen würden alle von einem stabilen, vorhersehbaren politischen Rahmen abhängen, erläuterte Nazare.