Davos/Bukarest (ADZ) – Außenministerin Oana Țoiu hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos bekräftigt, dass Rumänien ein wichtiger Partner der USA bleibt und weiter in die transatlantische Beziehung investiert. Zugleich verwies sie mit Blick auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland auf Grundsätze, von denen Bukarest nicht abrückt. Es gebe rote Linien, sagte Țoiu. Das Gebiet eines Staates könne ausschließlich durch den Willen seiner Bevölkerung auf ein anderes Land übergehen.
Rumänien setze auf diplomatischen Dialog innerhalb der NATO, um legitime Sicherheitsanliegen in der Arktis zu klären, erklärte die Ministerin.
Nach Trumps erneuter Europa-Kritik reagierte Țoiu zudem mit einem Beitrag auf X. Auf Trumps Frage, ob Europa den USA in einer Notlage beistehen würde, habe „die Geschichte bereits eine Antwort gegeben“. Rumänien habe nach den Anschlägen vom 11. September 2001 Soldaten nach Afghanistan entsandt, obwohl das Land damals noch kein NATO-Mitglied war. Rumänische Soldaten seien damals nach der Aktivierung des NATO-Bündnisfalls nach Afghanistan aufgebrochen – an der Seite anderer Verbündeter.





