Fracking-Projekt in Ungarn könnte Umwelt schaden

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Bukarest (ADZ) – Mehrere Organisationen aus Rumänien warnen vor einem ungarischen Fracking-Projekt in Grenznähe: Das Vorhaben „Corvinus Nyékpuszta“ in der Region Békés, rund zehn Kilometer vom rumänischen Großsalontha/Salonta entfernt, zielt auf die Förderung von Erdgas aus über 4000 Metern Tiefe und ist auf eine Laufzeit von 40 Jahren ausgelegt.  Bankwatch, Greenpeace, WWF und weitere NGOs rechnen mit erheblichen Risiken für Rumänien, darunter potenzielle Erdbeben, die Verschmutzung von Grundwasser sowie zusätzliche Klimabelastungen durch den Einsatz großer Wassermengen und chemischer Zusätze. Kritisiert wird, dass die ungarische Umweltverträglichkeitsprüfung erst 2024 begonnen habe, obwohl bereits mehrere Bohrungen erfolgten und die Gesamtzahl der geplanten Bohrlöcher unklar ist. Zudem fehlten belastbare Daten zu Abfallentsorgung, Emissionen und möglichen Auswirkungen auf Schutzgebiete. Die rumänischen Behörden sollten von Budapest eine umfassende Neubewertung der Risiken verlangen, so die Vereine.