Gesetzesvorschlag: Krebskranke sollen zuzahlen

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Bukarest (ADZ) – Ein Gesetzesvorschlag des POT-Senators Gheorghe Vela, der eine fünfprozentige Mitbeteiligung von Onkologiepatienten an deren Behandlungskosten fordert, sorgt für Aufregung. Die Beteiligung könnte eventuell erst ab einer monatlichen Einkommensuntergrenze von 6500 Lei gefordert werden, räumte Vela vor der Zeitung Libertatea allerdings ein. 

Patientenschutzvereinigungen warnen jedoch, dass jedwelche Zuzahlungspflicht fatale Folgen auf die Überlebenschancen der Krebskranken haben werde. Behandlungskosten können sich auf bis zu 50.000 Lei monatlich belaufen, erklärte Cezar Irimia, Vorsitzender der Föderation der Krebspatienten-Verbände (FABC). Patienten könnten sich dadurch veranlasst sehen, auf lebensrettende Behandlungen zu verzichten. „Zuzahlungen werden Opfer fordern“, warnt Irimia. PNL-Senatorin Nicoleta Pauliuc bezeichnete den Vorschlag als „inakzeptabel“, „ungerecht und zynisch“ im Angesicht von Patienten, die täglich ums Überleben kämpfen.