Bukarest (ADZ) – Nach Angaben von Vizepremierministerin Oana Gheorghiu (parteifrei) will das Kabinett von Regierungschef Ilie Bolojan (PNL) im laufenden Jahr unter den maroden Staatsunternehmen aufräumen. Insgesamt 185 davon seien längst inaktiv und ohne jegliche Bilanzen, ihre Verluste würden kumuliert bei mehr als 14 Milliarden Lei liegen (Stand 2024), hob Gheorghiu im Gespräch mit öffentlich-rechtlichen Sender TVR Info hervor.
Der für die staatlichen Unternehmen zuständigen Vizepremierministerin zufolge handelt es sich dabei eindeutig um „Risiko-Betriebe“, die laut geltendem Recht längst für insolvent hätten befunden werden müssen. Da einige davon jedoch als strategisch wichtig gelten, habe der Staat „genau hinzuschauen und sodann Entscheidungen zu treffen“, so Gheorghiu. Sie habe entsprechend eine erste Liste mit 22 staatlichen Betrieben aufgestellt, die von der Regierung unter die Lupe genommen werden sollen. Dabei handele es sich um Unternehmen aus den Bereichen Energie und Transport zuzüglich einiger dem Wirtschaftsministerium unterstellten Betriebe – gemeinsam mit der Behörde AMEPIP werde man mit der Aufräumarbeit beginnen, eruiert werden müsse dabei vor allem, weshalb diese Unternehmen tief in die roten Zahlen gerutscht seien. Anschließend habe die Regierung zu entscheiden, ob sie noch zu retten seien oder nicht – immerhin habe der Staat Eigentümer oder Anteilseigner „nicht des Titels zuliebe, sondern eingedenk des öffentlichen Interesses“ zu sein.
Nach Angaben der Vizepremierministerin gibt es etwa 230 „wesentliche“ Staatsunternehmen, darunter die Fluggesellschaft TAROM und der hauptstädtische U-Bahnbetreiber Metrorex, sowie mehr als 1200 lokale Unternehmen, die den Kreisräten oder Kommunalverwaltungen unterstellt sind.





