Washington/Bukarest (ADZ) – Der Chef der ultrarechten AUR, George Simion, sorgt selbst aus weiter Ferne hierzulande für einen Eklat: Ein in den sozialen Netzwerken hochgeladenes Video zeigt den rumänischen Rechtspopulisten, der diese Woche einen USA-Besuch unternahm, nämlich während einer im Washingtoner Kennedy Center gestiegenen Veranstaltung an der Seite mehrerer Abgeordneter des US-Kongresses beim Anschneiden einer Torte in den Farben der USA, allerdings in der Form der dänischen Arktis-Insel Grönland. Im Video schneidet sich Simion gerade ein Stück vom „Grönland“-Kuchen ab, seine Geste begleitet er mit der Bemerkung „Wir werden dort sein für alle freien Menschen dieser Welt“. Das Event stieg aus Anlass des ersten Jahrestags des Beginns der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump, organisiert wurde es von den „Republicans for National Renewal“ – einer rechtsgerichteten Gruppe, die sich u. a. für eine dritte Amtszeit Trumps einsetzt, obwohl dies laut US-Verfassung nicht möglich ist. Davor hatte die Gruppe den AUR-Chef wegen seines angeblichen Einsatzes für Meinungsfreiheit und Demokratie in Europa mit einer Auszeichnung geehrt.
Die Chefin der rechtsextremen Kleinpartei SOS, Diana Șoșoacă, verriss Simion prompt: Für einen angeblichen Souveränisten sei seine Geste „schändlich und verantwortungslos“, durch die an den Tag gelegte „Respektlosigkeit gegenüber der Souveränität anderer Staaten“ beeinträchtige sie zudem Rumäniens Image in der Welt. Simion habe in den USA an einem „grotesken Spektakel“ teilgenommen, doch werde Rumänien nun einmal nicht durch „jene vertreten, die Außenpolitik mit Zirkus verwechseln“, hieß es in einer Aussendung der SOS-Chefin.
Simion konterte wenig später und bezeichnete Șoșoacăs Vorwürfe als „lächerlich“.





