Bukarest (ADZ/dpa) – US-Präsident Donald Trump hat Rumänien eingeladen, an dem von ihm ins Leben gerufenen sogenannten Friedensrat für den Gaza-Streifen mitzuwirken. Das Präsidialamt in Bukarest bestätigte am Sonntag den Erhalt der einschlägigen Einladung. Insgesamt erhielten, den internationalen Medien zufolge, etwa 60 Staats- und Regierungschef Einladungen – darunter der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der kanadische Regierungschef Mark Carney, der britische Premier Keir Starmer, Ägytens Staatschef Abdel Fatah al-Sisi, Argentiniens Präsident Javer Milei, sowie offenbar auch die Staatenlenker aus Deutschland und Frankreich.
Laut dem im vergangenen Jahr von US-Präsident Trump vorgeschlagenen 20-Punkte-Friedensplan für Gaza soll der Friedensrat (Board of Peace, BoP) die Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen überwachen und eine eher technokratisch ausgerichtete palästinensische Verwaltung in Gaza beaufsichtigen, den Vorsitz des Gremiums will Trump dabei selbst übernehmen. US-Medienberichte, denenzufolge Trump eine Milliarde Dollar für einen permanenten Sitz in seinem Friedensrat fordern will, wurden am Sonntag vom Weißen Haus als irreführend zurückgewiesen.
Skeptiker argwöhnen, dass Trump mit diesem neuen internationalen Gremium de facto eine Konkurrenzorganisation zu den Vereinten Nationen aufbauen will, die er bereits seit geraumer Zeit kritisiert. Während Argentiniens Präsident Milei und Kanadas Premierminister Carney ihre Teilnahme an dem neuen Gremium umgehend zusagten, sind der Wirtschafts-Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge mehrere europäische Nationen diesbezüglich noch am Überlegen. Seitens Rumäniens Präsidialamt gab es vorerst keine weiteren offiziellen Stellungnahmen bezüglich der eingegangenen Einladung des US-Präsidenten.





